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Dem englischen Fußball winkt ein schier unglaubliches Szenario

Ein völlig irres Szenario winkt

In allen drei europäischen Wettbewerben sind noch englische Teams im Rennen - das führt nun zu einer absurden Konstellation: Denn die halbe Liga könnte kommende Saison international spielen - davon allein sieben Teams in der Champions League.
Mo Salah verlässt den FC Liverpool am Saisonende. Vor dem FA-Cup-Duell am Samstag adelt Man-City-Trainer Pep Guardiola den Ägypter als eine der größten Legenden der Premier League.
In allen drei europäischen Wettbewerben sind noch englische Teams im Rennen - das führt nun zu einer absurden Konstellation: Denn die halbe Liga könnte kommende Saison international spielen - davon allein sieben Teams in der Champions League.

Es klingt ein bisschen verrückt, aber es stimmt: Nach aktuellem Stand der drei UEFA-Wettbewerbe könnten sich gleich elf (!) englische Vereine für das internationale Geschäft 2026/27 qualifizieren, sieben von ihnen für die Champions League. Für dieses besondere Szenario müsste in den letzten Wochen der laufenden Saison freilich einiges zugunsten der Engländer laufen – völlig unrealistisch ist diese Möglichkeit allerdings nicht.

Denn einen wichtigen Grundstein haben die Premier-League-Vereine in dieser Woche bereits legen können: Die höchste englische Spielklasse sicherte sich in den „European Performance Spots“(EPS) einen der beiden begehrten Extra-Startplätze für die Champions League, sodass sich auch der Fünftplatzierte der Liga für die Königsklasse im Folgejahr qualifiziert.

Elf englische Teams in Europa? Das muss passieren

Auf diesem fünften Platz steht momentan der FC Liverpool, der neben dem FC Arsenal einer von noch zwei verbliebenen englischen Teilnehmern im CL-Viertelfinale ist. Für das Mega-Szenario von elf Europapokal-Teilnehmern müsste Liverpool aber von diesem fünften Platz abrutschen – und gleichzeitig die Champions League in diesem Jahr gewinnen. Denn dann wären die „Reds“ als Sieger für die nächste Spielzeit qualifiziert.

Den „Bonusplatz“ für die Königsklasse in der PL-Tabelle würde dann ein anderes Team übernehmen, z. B. der bereits ausgeschiedene FC Chelsea. Der Weg dahin ist aber noch ein weiter: Am Mittwoch verlor Liverpool sein Viertelfinalhinspiel gegen Paris Saint-Germain mit 0:2 und braucht an der Anfield Road kommende Woche ein Comeback.

Doch es müsste noch mehr passieren – es ist, zugegeben, ein wenig kompliziert. Denn auch der Sieger der Europa League erhält ein CL-Ticket für das Folgejahr: Und dort stehen mit Aston Villa und Nottingham Forest gleich zwei englische Teams unter den letzten Acht. Weil Villa relativ komfortabel auf Premier-League-Position drei steht und wahrscheinlich über die Liga in die Königsklasse einziehen wird, müsste Nottingham die Europa League gewinnen, um den Traum von sieben CL-Teilnehmern aufrechtzuerhalten.

Irres Szenario: Im Pokal braucht es ein Wunder

Doch es geht sogar noch mehr für die Engländer: Sollten Crystal Palace die Conference League und Leeds United den FA Cup zu gewinnen, würden sich beide Teams für die Europa League qualifizieren. Am Donnerstag geht es für Palace im Viertelfinale gegen Florenz, Leeds trifft im Pokal-Halbfinale auf Chelsea.

Über die üblichen Qualifikationsplätze der PL-Tabelle könnten dann zwei weitere Teams regulär nachrücken, sodass insgesamt 11 (!) Mannschaften von der Insel im Europapokal vertreten wären.

Kurz gesagt: Alle europäischen Wettbewerbe müssen von englischen Mannschaften gewonnen werden, die in der Liga im restlichen Saisonverlauf noch etwas abschmieren. Zusätzlich bedarf es im FA Cup einer Sensation. Doch wenn das alles geschieht, dann wäre den Engländern das verrückte Szenario nicht mehr zu nehmen: Mehr als die Hälfte aller Premier-League-Mannschaften würden dann europäisch spielen.