Beim Gipfeltreffen in der Premier League zwischen Manchester City und dem FC Arsenal (2:1) sind kurz vor Schluss die Emotionen übergekocht. In der 83. Minute kam es zu einer größeren Rudelbildung, als Gunners-Verteidiger Gabriel Magalhaes und City-Torjäger Haaland aneinandergerieten.
"Klarer Kopfstoß": Wilde Szenen um ManCity-Torjäger Haaland
Kopfstoß-Wirbel um Haaland
Beim Abwehrmann der Gäste war dabei ein klarer Versuch eines Kopfstoßes zu erkennen – doch Haaland ließ sich nicht fallen und verschwand anschließend aus der Situation.
Schiedsrichter Anthony Taylor reagierte lediglich mit Gelb für Gabriel Magalhaes, der auch Glück hatte, dass der ebenfalls verwarnte Haaland nicht mehr aus der Szene machte.
Kopfstoß-Versuch gegen Haaland: Hätte es Rot geben müssen?
Das Ausbleiben einer Roten Karte für den Arsenal-Profi sorgte für Verwunderung. „Wie konnte Gabriel auf dem Platz bleiben?“, zeigte sich der frühere Premier-League-Stürmer Chris Sutton bei BBC Radio 5 Live fassungslos: „Er hat Erling Haaland mit dem Kopf gerammt – das hätte eine direkte Rote Karte sein müssen. Ich war schockiert. Vielleicht gibt es noch Konsequenzen.“
Die Premier League erklärte allerdings in einem Statement auf X, dass der Videoschiedsrichter die Entscheidung gecheckt habe: „Die Entscheidung des Schiedsrichters, keine Rote Karte zu zeigen, wurde durch den VAR überprüft und bestätigt – Gabriels Aktion wurde als nicht übermäßig aggressiv oder gewalttätig eingestuft.“
Lob für Haaland: „Finde es gut, dass er stehen bleibt“
Haaland selbst gab nach dem Spiel bei Sky zu Protokoll: „Ich glaube, wenn ich mich auf den Boden fallen lassen würde, was ich aber nicht tun werde, es sei denn, jemand greift mich wirklich an, würde das vielleicht eine Rote Karte nach sich ziehen.“ Der 25-Jährige fügte an: „Aber es ist, wie es ist: Ich werde mich nicht auf den Boden fallen lassen.“
Derweil zollte der frühere Nationaltorhüter René Adler dem norwegischen Superstar Respekt. „Es gibt genügend Spieler, die sich hier theatralisch fallen lassen, um eine Rote Karte zu provozieren“, meinte der 41-Jährige bei Sky. „Ich finde es gut, dass Haaland hier stehen bleibt und nichts daraus macht.“
Während City-Trainer Pep Guardiola draußen an der Seitenlinie tobte und einen Kopfstoß andeutete, betonte Adler: „Er hat recht: Das ist ein klarer Kopfstoß.“
Haalands Unterhemd reißt
Schon zuvor hatte sich Gabriel Magalhaes bei einer Szene mit Haaland angelegt. Wenige Minuten nach dem Treffer des Norwegers zum 2:1 (65.) hielt der Gunners-Verteidiger Haaland lange fest und sorgte dafür, dass das Unterhemd des Angreifers riss.
Haaland lachte zunächst, war aber auch sauer, dass es nicht einmal einen Freistoß gab. Sein kaputtes Unterhemd warf er schließlich Richtung Tribüne.
Durch die Treffer von Rayan Cherki (16.) und Haaland ist das englische Titelrennen nach dem 33. Spieltag wieder völlig offen. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch den deutschen Nationalspieler Havertz (18.) war für das Team von Coach Mikel Arteta letztlich zu wenig.
Zumindest vorübergehend hat Arsenal, das zuletzt 2004 in der Liga triumphierte, die Meisterschaft nicht mehr in der eigenen Hand.