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Liverpool-Fans verleihen ihrem Unmut Ausdruck

Liverpool-Fans mit Protestaktion

Am Samstagnachmittag trifft der FC Liverpool auf Crystal Palace. Die Reds-Fans ziehen eine große Protestaktion durch.
Die Fans des FC Liverpool protestierten massiv
Die Fans des FC Liverpool protestierten massiv
© SPORT1/Jonas Nohe
Am Samstagnachmittag trifft der FC Liverpool auf Crystal Palace. Die Reds-Fans ziehen eine große Protestaktion durch.

Die Fans des FC Liverpool haben für die Premier-League-Partie der Reds gegen Crystal Palace am Samstagnachmittag eine große Protestaktion vorbereitet – und auf beeindruckende Weise durchgeführt. Auf der berüchtigten „Kop“, der stimmungsvollsten Kurve der Anfield Road, gab es anders als sonst keine Fahnen zu sehen.

Mit der Aktion wollen die Liverpool-Fans auf die jüngsten Vorgänge rund um die Ticketpreise des Klubs aufmerksam machen: Denn in den kommenden drei Jahren sollen die Preise für Eintrittskarten um insgesamt 13 Prozent erhöht werden – damit ist man an der Merseyside offensichtlich nicht einverstanden.

Kreativer Fanprotest in Liverpool: „Sie hören uns nicht zu“

Und so wurde in der Partie gegen Palace neben dem Fahnen-Verzicht auch auf eine kreative Maßnahme zurückgegriffen: In der 13. Spielminute zeigten die Fans dem Eigentümer John Henry sowie der Fenway Sport Group (FSG) die symbolische Gelbe Karte. Entsprechende Zettel in DIN-A4-Größe lagen auf allen Plätzen im Stadion aus. „Achtung! Anfields Seele ist bedroht“, steht dort in knallgelber Warnfarbe geschrieben. Anfield wurde so eine Minute lang untypisch in gelbe Farbe gehüllt.

Dazu sangen die Zuschauer lautstark: „Ihr verdammten Idioten. Genug ist genug.“

„John Henry und die FSG ignorieren uns. Sie hören uns nicht zu“, steht auf der Rückseite der Zettel. Die Preise für eine Saison-Dauerkarte steuerten demnach auf über 1.000 Pfund zu. „Genug ist genug“, heißt es auf der Gelben Karte der Liverpool-Fans.

Die Botschaft an die Zuschauer, die am Samstag ins Stadion kommen werden, ist deutlich: „Hebt eure Gelbe Karte, verschafft euch Gehör.“ Henry und die FSG würden den Medien versichern, es handle sich bei den Kritikern der Ticketpreise nur „um eine Minderheit“. Mit der Protestaktion will man beim LFC am Samstag wohl das Gegenteil beweisen.