Der englische Premier-League-Klub AFC Sunderland hat rassistische Beleidigungen gegen seinen Stürmer Brian Brobbey scharf verurteilt. Die Anfeindungen seien nach dem Heimsieg gegen Tottenham Hotspur (1:0) am Sonntag über soziale Netzwerke verbreitet worden, teilte der Verein mit.
Rassismus-Eklat bei Sunderland: Brobbey nach Spurs-Sieg beleidigt
Rassismus-Eklat: Klub reagiert
Sunderland fordert rasche Konsequenzen
Sunderland habe die Vorfälle der Liga, den betroffenen Plattformen sowie der Polizei gemeldet und erwarte jetzt „schnelles Vorgehen gegen die Verantwortlichen“. Der Fall reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein, die den englischen Profifußball in dieser Saison begleiten.
Xhakas Klub verurteilt Anfeindungen
„Wir stehen fest an Brians Seite und bieten ihm unsere volle und uneingeschränkte Unterstützung“, hieß es in einer Stellungnahme des Klubs von Kapitän Granit Xhaka. Und weiter: „Dies ist kein Einzelfall.“ Die jüngsten Beleidigungen gegen die Sunderland-Profis Romaine Mundle und Lutsharel Geertruida „unterstreichen die anhaltende und inakzeptable Häufigkeit dieses Verhaltens – sowohl in den Stadien als auch online“.
Premier League sagt Hetzern Kampf an
Die Premier League reagierte „angewidert von der anhaltenden Diskriminierung, der Spieler in den sozialen Medien ausgesetzt sind“. Sie kündigte an, gemeinsam mit Klubs, Behörden, Strafverfolgungsstellen und Plattform-Betreibern gegen die Täter vorzugehen. Identifizierten und verurteilten Personen drohten „die härtestmöglichen Konsequenzen“.
Brobbey-Schubser verletzt Romero
Brobbey war im Spiel gegen Tottenham an einer umstrittenen Szene beteiligt, als er Spurs-Verteidiger Cristian Romero in Tottenhams Torhüter Antonin Kinsky schubste. Romero musste anschließend verletzt und unter Tränen ausgewechselt werden.