Emotionaler Abschied von Mohamed Salah: Der Stürmer, der den FC Liverpool im Sommer verlassen wird, wurde in seinem letzten Pflichtspiel für die Reds gegen den FC Brentford (Endstand: 1:1) in der 74. Minute unter großem Applaus ausgewechselt und kämpfte dabei mit den Tränen.
Emotionaler Abgang von Mo Salah
Emotionaler Abgang von Salah
In der 58. Minute hatte er das zwischenzeitliche 1:0 von Curtis Jones mit einem Außenrist-Pass sehenswert vorbereitet. Kevin Schade glich für Brentford wenig später aus (64.).
Emotionaler Abschied von Salah
Dann folgte der emotionale Salah-Moment. Der 33-Jährige kniete sich noch ein letztes Mal auf den Rasen an der Anfield Road, ehe Jeremie Frimpong für ihn aufs Feld kam.
Wenig später wurde dann auch Andrew Robertson, der ebenfalls den Verein verlassen wird, ausgewechselt und gebührend gefeiert (82.).
TV-Experte Dietmar Hamann hatte den Ägypter im Vorfeld noch deutlich kritisiert und ihm eine schwierige Persönlichkeit attestiert.
„Er hat einen Heldenstatus gehabt und wurde von der ganzen Stadt oder von ganz England bewundert. Das ist jetzt gewichen oder hat sich in Frustration gedreht – ein Stück weit auch Abneigung„, wurde Hamann bei Sky deutlich.
FC Liverpool: Die goldene Ära unter Klopp
Salah sei laut Hamann mit Sadio Mané und Roberto Firmino „einer der Hauptdarsteller“ in der goldenen Ära unter Jürgen Klopp gewesen. Mit dem deutschen Coach gewann das Trio 2019 die Champions League und 2020 die Premier League. „Die drei haben das mit Klopp alles ins Laufen gebracht“, sagte Hamann.
Danach habe sich allerdings einiges verändert, auch der sportliche Erfolg blieb bei Salah weitestgehend aus. „Er hat einfach immer wieder einen Sonderstatus gefordert. Vor 18 Monaten ging es los, dass er aus dem Spiel kaum mehr Tore geschossen hat“, meinte Hamann.
Salahs zerrüttetes Verhältnis zu Slot
Im April verlängerten die Reds vorzeitig mit Salah bis 2027. Dennoch wird er Liverpool schon in diesem Sommer nach neun Jahren verlassen. Dabei spielt auch das Verhältnis zu Trainer Arne Slot eine Rolle: Im Dezember hatte Salah in einem aufsehenerregenden Interview ausführlich über die zerrüttete Beziehung zum Coach berichtet.
„Da hat er einige Sachen gesagt, mit denen ich überhaupt nicht übereinstimme“, sagte Hamann. Er ist der Meinung, dass Salah das Gefühl habe, er müsse „anders behandelt werden“.
Im Mai legte Salah mit einem weiteren Seitenhieb auf Instagram nach. Der 33-Jährige fällte ein überaus ernüchterndes und kritisches Saisonfazit. Dabei müsse der Flügelstürmer eigentlich vorangehen, meint Hamann: „Er muss den Jungen zeigen, dass egal wer du bist, du immer wieder deine Leistung bringen und deinen Platz in der Mannschaft verdienen musst.“
Hamann, der selbst sieben Jahre lang für den FC Liverpool spielte, findet es schade, dass die Ära Salah am Sonntag zu Ende geht. Der TV-Experte macht aber auch keinen Hehl daraus, dass einiges kaputtgegangen ist: „Er sollte einen Heldenabschied bekommen, so wie es Pep Guardiola bei ManCity bekommt. Es wird aber leider anders sein. Und da ist er selber Schuld.“