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Was für ein irres Spiel! Nächste Wende in englischem Titelkampf

Nächste Wende im Titelrennen

Die Mannschaft von Pep Guardiola gibt das Spiel beim FC Everton leichtfertig aus der Hand, kommt aber noch zurück.
Manchester Citys Trainer Pep Guardiola wird auf die Kritik wegen der angeblich langweiligen Premier League angesprochen. Die Debatte entwickelte sich aufgrund des Champions-League-Spektakels zwischen Bayern und PSG.
Die Mannschaft von Pep Guardiola gibt das Spiel beim FC Everton leichtfertig aus der Hand, kommt aber noch zurück.

Manchester City hat im spannenden Titelrennen der englischen Premier League gepatzt. Die Mannschaft von Startrainer Pep Guardiola kam beim FC Everton nur zu einem 3:3 (1:0).

Nach einer lange dominanten Vorstellung brachen die Skyblues komplett auseinander, retteten aber dank eines späten Comebacks immerhin noch einen Punkt. Der FC Arsenal um Nationalstürmer Kai Havertz liegt im Endspurt um die Meisterschaft nun fünf Punkte vor City.

„Es liegt nicht in unserer Hand“, zeigte sich Trainer Guardiola bei Sky Sports enttäuscht: „Vorher war es so, jetzt nicht mehr. Wir haben noch Spiele vor uns. Wir werden sehen, was passiert. Bis es vorbei ist, machen wir weiter.“

Everton dreht die Partie in wenigen Minuten

Jeremy Doku (90.+7) hatte mit der letzten Aktion der Partie zum Ausgleich getroffen. Das Remis bringt Manchester im Duell mit den Gunners dennoch ins Hintertreffen. Den Titelgewinn haben die Citizens damit nicht mehr in der eigenen Hand.

„Im Moment tut es weh“, erklärte Torschütze Doku: „Es stehen noch viele Spiele aus. Wir haben zwei Punkte verloren. Wir werden weiterkämpfen – das sind wir uns selbst und unseren Fans schuldig.“

Doku (43.) hatte die lange starken Gäste verdient in Führung gebracht. Dann leitete ein zu kurzer Rückpass von Verteidiger Marc Guehi Evertons Ausgleichstreffer durch Thierno Barry (68.) ein, fünf Minuten später drehte Jake O’Brien (73.) die Partie per Kopf nach einer Ecke.

Ex-Freiburger Röhl mit starker Leistung

Barry (81.) baute die Führung aus, Erling Haaland (83.) schlug im direkten Gegenzug zurück. Bei den Toffees zeigte der Ex-Freiburger Merlin Röhl eine starke Leistung.

„In der zweiten Halbzeit haben sie einen Gang zugelegt. Wir haben das Gegentor kassiert, aber nach dem Ausgleich haben sie ein richtiges englisches Spiel gezeigt – so aggressiv in den Zweikämpfen –, aber insgesamt haben wir eine wirklich gute Leistung gezeigt“, befand Pep Guardiola. „Auswärts bei Everton ist es immer schwer.“

City muss auf Arsenal-Patzer hoffen

City muss nun auf einen Patzer der Gunners hoffen. Die Londoner liegen drei Spiele vor Schluss mit 76 Punkten an der Tabellenspitze. Guardiolas Mannschaft hat zwar ein Spiel weniger absolviert, kann aus eigener Kraft aber nur noch auf zwei Punkte verkürzen.

Im Rennen um die elfte Meisterschaft kommt auf Haaland und Co. dabei ein Mammutprogramm zu: Das Spiel bei Everton war der Auftakt von sechs Partien in 20 Tagen, darunter das FA-Cup-Finale gegen den FC Chelsea.

Arsenal hatte am Samstag durch ein 3:0 gegen den FC Fulham den Druck auf City erhöht. Auf dem Weg zum ersten Titel seit 22 Jahren treffen die Londoner noch auswärts auf Abstiegskandidat West Ham United (10. Mai) und daheim auf den bereits abgestiegenen FC Burnley (18. Mai). Am letzten Spieltag gastiert das Team von Teammanager Mikel Arteta bei Crystal Palace.