Nach 22 Jahren des Wartens hätte der FC Arsenal die 14. Meisterschaft der Klubhistorie wohl gerne schon nach dem 1:0-Sieg gegen den FC Burnley aus eigener Kraft und vor den heimischen Fans gefeiert.
"Nun hat seine Ära offiziell begonnen"
„Nun hat Arteta Respekt verdient“
Stattdessen jubelten die Gunners am Sonntag aus der Ferne, da Verfolger Manchester City beim AFC Bournemouth nicht über ein 1:1 hinauskam. Die Feierlaune milderte dies nach all den überstandenen Widerständen jedoch nicht – genauso wenig wie die Anerkennung der internationalen Presse.
SPORT1 zeigt die wichtigsten internationalen Pressereaktionen auf den Arsenal-Coup im Überblick.
ENGLAND
Daily Mail: „Mikel Arteta hat eine Mannschaft und einen Spielstil aufgebaut und dann alles neu aufgerollt, um das Team in die Spitzenklasse zu führen – sowohl er als auch Arsenal wurden für ihre Geduld belohnt und haben einen orientierungslosen Verein in einen Meister verwandelt. […] Die Mannschaft von Mikel Arteta war in den letzten drei Spielzeiten jeweils Vizemeister, konnte sich nun aber endlich gegen die Mannschaft von Pep Guardiola durchsetzen und sich als ‚Könige von England‘ bezeichnen.“
Mirror: „Das Warten hat endlich ein Ende.“
The Sun: „It’s Arsen-all over. […] Für Arsenal verlief die Saison alles andere als reibungslos; der Verein musste während der gesamten Spielzeit Höhen und Tiefen meistern, um den Titel zu erringen. Ihr Weg zum Erfolg war gepflastert mit VAR-Kontroversen, den altbekannten Ausrutschern und anhaltenden Verletzungsproblemen. Doch entscheidend war, dass die Gunners über die nötige Qualität und den Kampfgeist verfügten, um sich trotz alledem an die Spitze zu setzen.“
Goal: „Ob man ihn nun liebt oder hasst – jetzt verdient Arteta seinen Respekt.“
BBC: „Verzweiflung & Guardiolas Abschied – 24 Stunden voller Leid für Man City.“
The Times: „Gestresst, erschöpft und ideenlos: Pep verwehrt Man City ein märchenhaftes Finale.“
USA
ESPN: „Arsenal kann endlich den Reset-Knopf drücken und die Uhr auf Null stellen. Nach 8.060 Tagen sind die Gunners wieder Premier-League-Meister, und die Mannschaft von Mikel Arteta hat sich das Recht, den Pokal als beste Mannschaft des Landes in die Höhe zu recken, redlich verdient. […] Nun, da sie die Meisterschaft gewonnen haben, hat die Ära Arteta offiziell begonnen.“
The Athletic: „Von Wut und Verzweiflung zu Hoffnung und Ruhm.“
SPANIEN
Marca: „Arteta auf dem Weg in die Geschichte. […] Ein ‚Super-Arsenal‘, das die Vergangenheit hinter sich lässt und bereits mit den ‚Unbesiegbaren‘ von 2004 mithalten kann.“
AS: „Der Baske aus Gipuzkoa brachte die Gunners deutlich früher als von vielen prognostiziert ins Titelrennen der Liga. Sein Problem war, auf das beste Manchester City der Geschichte zu treffen – das seines Mentors Pep Guardiola. Nach drei gescheiterten Anläufen in Folge, mit drei schmerzhaften zweiten Plätzen nacheinander (2022/23, 2023/24 und 2024/25), zieht sich Mikel Arteta nun mehr als nur einen kleinen Stachel – eher einen gewaltigen – aus dem Fleisch.“
Sport: „Es gibt keinen Raum mehr für Zweifel, für Versprechen oder gar für Träume. Es ist jetzt Realität: Arsenal hat England erobert und sitzt 22 Jahre später wieder auf dem Thron der Premier League.“
ITALIEN
Gazzetta dello Sport: „Unabhängig vom Ausgang des Champions-League-Finals gegen PSG hat der Klub dank des spanischen Trainers, an dem man seit 2019 festgehalten hat, einen neuen Zyklus eingeleitet. Mit einer eisenharten Defensive und jungen Talenten verfügen die Gunners über ein stabiles Fundament für die Zukunft. Die Gewissheit des Meistertitels kam durch das 1:1 von Manchester City beim AFC Bournemouth.“
Corriere dello Sport: „Nein, diesmal nicht. Diesmal braucht es keine weitere Saison – jene, die alle Arsenal-Fans seit jeher jedes Mal herbeisehnen, wenn sie – und das kam oft vor – herbe Enttäuschungen erleben mussten. Diesmal ist Arsenal nach 22 Jahren englischer Meister.“
FRANKREICH
L’Équipe: „Arsenal, der neue König von England.“
RMC Sport: „Das Ende der Durststrecke für Arsenal.“