Der FC Arsenal hat einen großen Schritt auf dem Weg zum ersten englischen Fußball-Meistertitel seit 22 Jahren gemacht. Mit dem eingewechselten Nationalspieler Kai Havertz kamen die Gunners erst spät zu einem 1:0 (0:0) im Londoner Derby beim Abstiegskandidaten West Ham United.
England-Aufreger! "Das hat gegen Arsenal einen faden Beigeschmack"
Arsenal-Aufreger: „Hat Beigeschmack“
Damit beträgt der Vorsprung des Tabellenführers der Premier League vor dem Verfolger Manchester City weiter fünf Punkte.
Fünf Tage nach dem Einzug ins Champions-League-Finale mit dem 1:0 gegen Atlético Madrid konnte der Favorit seine Überlegenheit lange nicht in Tore ummünzen. Erst in der Schlussphase gelang Leandro Trossard das Siegtor (83.).
In der Nachspielzeit traf Callum Wilson (90.+5) zum vermeintlichen Ausgleich, doch der Schiedsrichter nahm den Treffer nach VAR-Prüfung wegen eines Fouls zurück. Der Treffer hatte zunächst gezählt. Danach zitterte Arsenal über mehrere Minuten. Nach langer Prüfung dann die Erleichterung als das Tor zurückgenommen wurde.
Soucek deutlich: „Haben versucht etwas zu finden“
„An sich bin ich voll für den VAR, aber damit er sich meldet, sollte auch ein klarer Fehler vorliegen. Wir haben zehn Minuten gewartet, bis eine Entscheidung getroffen wurde. Dann haben sie ein kleines Foul gefunden“, ärgerte sich West-Ham-Spieler Tomas Soucek bei Sky.
„Gerade gegen Arsenal hat das einen faden Beigeschmack. Sie machen sowas schließlich bei jeder Ecke. Sie blocken immer, begehen auch immer kleine Fouls. Viele Teams haben so in dieser Saison ein Tor kassiert“, kritisierte der Tscheche weiter: „Scheinbar sollen sie den Titel gewinnen. Sie haben versucht etwas zu finden und dann haben sie eben etwas gefunden.“
„Für uns ist das unglaublich bitter, aber ich glaube auch für jeden Fußball-Fan. Solche Tore in letzter Sekunde sind das, was den Sport ausmachen. Das Stadion wäre komplett durchgedreht. Dass sowas zurückgenommen wird, ist nicht das, was wir wollen, wenn wir Fußball gucken“, sagte Soucek.
Weltmeister Mustafi kritisiert Arsenal: „Waren brutal nervös“
Am Ende stand ein mehr als glücklicher Sieg für den Tabellenführer nach einem schwachen Auftritt. Das empfand auch der ehemalige Arsenal-Star Shkodran Mustafi bei Sky: „Dieses Spiel wird die Gegner motivieren. Du hast allen signalisiert, dass du brutal nervös bist. Auch Manchester City wird weiter motiviert sein, seine Hausaufgaben zu machen.“
„Die Mannschaft wirkt nervös“, kritisierte der Weltmeister von 2014 während des Spiels: „Das ist kein typisches Arsenal-Spiel. Sie haben zwar viel Ballbesitz aber gar keine Dominanz.“
Premier League: City bleibt in Lauerstellung
Arsenal begann sehr dominant, doch West Ham verteidigte aufopferungsvoll. Trossard hatte Pech mit einem Kopfball ans Lattenkreuz (9.). Kurz vor der Halbzeit hatten die Hammers ihre erste Chance, den Kopfball von Taty wehrte David Raya ab (45.). Der zuletzt angeschlagene Havertz kam in der 67. Minute aufs Feld.
Am Samstag hatte ManCity mit einem 3:0 gegen den FC Brentford mit Nationalspieler Kevin Schade seine Titelchance gewahrt. Jérémy Doku (60.), Erling Haaland (75.) mit seinem 26. Saisontor und der Ex-Frankfurter Omar Marmoush (90.+2) sicherten den Citizens den Dreier. Die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola hat noch eine Partie in der Hinterhand.
— mit Sport-Informations-Dienst (SID)