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Historischer Fehlstart! Bei Manchester City schrillen die Alarmglocken

Bei ManCity schrillen Alarmglocken

Die Post-Pep-Ära bei Manchester City hat am Wochenende mit einer krachenden Pleite begonnen. Presse und Experten schlagen Alarm. Und Guardiolas Nachfolger Enzo Maresca wird von Arsenal-Fans höhnisch besungen.
Enzo Maresca kann nicht ausschließen, dass Rodri noch diesen Sommer Manchester City verlassen wird. Der Trainer bestätigt darüber hinaus, dass den Citizens auf dem Transfermarkt noch Arbeit bevorsteht.
Die Post-Pep-Ära bei Manchester City hat am Wochenende mit einer krachenden Pleite begonnen. Presse und Experten schlagen Alarm. Und Guardiolas Nachfolger Enzo Maresca wird von Arsenal-Fans höhnisch besungen.

Für die äußerlichen Ähnlichkeiten kann Enzo Maresca wenig. Dass der Nachfolger von Pep Guardiola nach seinem ersten Pflichtspiel mit Manchester City auf den Bildern schon mehr nach der verzweifelten und hadernden Version seines in der Endphase zunehmend zaudernden Vorgängers aussah, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Maresca möge zwar „Guardiolas Doppelgänger” sein, kommentierte der Telegraph, „doch schon jetzt scheint er unter einem akuten Fall des Hochstapler-Syndroms zu leiden“. Nach der deutlichen 0:3-Niederlage des Star-Ensembles um Erling Haaland im Community Shield gegen den FC Arsenal gebe es „keinerlei Anzeichen dafür, dass der Trainer würdig wäre, Guardiola zu ersetzen“.

Ein vernichtendes Urteil. Rund um Manchester City herrscht nach dem krachenden Fehlstart in die Post-Pep-Ära Alarmstimmung. Von einem „Albtraum-Start für Maresca“ schrieb die BBC. Der Mirror sah in dem deutlichen Ergebnis „eine schmerzhafte Erinnerung für Manchester City daran, wie schwer das Leben ohne das spanische Genie werden wird“.

Auch Spaniens Presse alarmiert: „Tödlicher Schlag für City“

Auch in Guardiolas Heimat schlug die Pleite hohe Wellen. „Ein tödlicher Schlag für City“, titelte die As. „Die Abgänge von Txiki Begiristain (Sportdirektor, Anm. d. Red.) und Pep Guardiola innerhalb weniger Monate sowie der bevorstehende Weggang von Rodri entstellen eine Mannschaft und ein Projekt, das zum Leiden verdammt sind.“

Unter Guardiola gewannen die Citizens in den vergangenen zehn Jahren 20 Titel, darunter sechsmal die Meisterschaft und erstmals die Champions League. Die Fußstapfen für Maresca könnten kaum größer sein, auch wenn er sie bestens kennt.

In der Triple-Saison 2022/23 war der Italiener Guardiolas Assistant, nachdem er zuvor als Nachwuchstrainer bei den Skyblues gearbeitet hatte. Nun ist der 46-Jährige zurück in Manchester, immerhin mit der Empfehlung, den FC Chelsea 2025 zum Titelgewinn bei der Klub-WM geführt zu haben.

Historischer Fehlstart für Maresca – „Manchester City wirkte leblos“

Doch mit dem 0:3 gegen den englischen Meister Arsenal legte Maresca einen historischen Fehlstart hin. Nie verlor ein City-Trainer sein erstes Pflichtspiel höher, zuletzt passierte dies Harry Newbould vor 120 Jahren.

Bereits nach 23 Sekunden überrumpelte Riccardo Calafiori den FA-Cup-Sieger mit seinem Blitztor. Kai Havertz (28.) und Martin Ödegaard (48.) sorgten für klare Verhältnisse.

„Der Unterschied war wirklich erstaunlich“, sagte der ehemalige Arsenal-Abwehrspieler Martin Keown als Experte bei TNT Sports. „Arsenal hat richtig Gas gegeben, aber Manchester City wirkte leblos.“ Für den früheren schottischen Angreifer Ally McCoist habe City „eine kleine Lektion“ erhalten: „Ich weiß, dass es noch früh ist, aber für Manchester City ist das besorgniserregend.“

Als wäre die Niederlage nicht schon schlimm genug, musste Maresca auch noch Hohn und Spott über sich ergehen lassen. Bereits während der ersten Hälfte stimmten Gunners-Fans verhöhnende Gesänge auf eine Entlassung am nächsten Morgen an.

„Es ist eine Niederlage, die uns wehtut, aber es ist erst der Anfang“, kommentierte Maresca die ernüchternde Pleite.

Haaland harmlos, Rodri-Abgang reißt eine Lücke

Zwar hat die erste Standortbestimmung nach der Sommerpause nur bedingt Aussagekraft, doch ManCity offenbarte gerade auch im direkten Vergleich mit dem Titelverteidiger einige offene Baustellen.

Sinnbildlich für die offensive Harmlosigkeit stand Torjäger Haaland, der nach nur zwei Abschlüssen und mageren sieben Ballkontakten bereits in der 54. Minute ausgewechselt wurde.

Wenige Wochen nach seinem WM-Märchen mit Norwegen wirkte Haaland für den Telegraph so, „als wäre er lieber wieder auf seiner Yacht und würde Golfbälle ins Meer schlagen“.

Im Mittelfeld reißt der nahende Abgang von Chefstratege Rodri, der am Sonntag offiziell angeschlagen fehlte, eine große Lücke, die Rekordtransfer Elliot Anderson, der für 135 Millionen Euro von Nottingham Forest gekommen ist, wohl nicht alleine schließen kann.

Am Montag berichtete die BBC, dass City nun seine Bemühungen um WM-Entdeckung Ayyoub Bouaddi intensiviere, von fortgeschrittenen Gesprächen war die Rede.

Maresca hofft auf Neuzugänge

Auch Vize-Weltmeister Enzo Fernandez vom FC Chelsea sollen die Citizens auf dem Zettel haben. Der Argentinier gilt als Marescas Wunschspieler. Mit dem Hitzkopf, der im WM-Finale mit Gelb-Rot vom Platz geflogen war, gewann er in seiner Zeit bei den Londonern 2025 die Klub-WM und Conference League.

„Je früher neue Spieler zu uns kommen, desto besser, denn in einer Woche beginnt die Premier League, und wenn sie so schnell wie möglich mit uns trainieren, können sie auch besser verstehen, wie wir spielen wollen“, sagte Maresca.

Die Zeit drängt. Am Sonntag (15 Uhr im LIVETICKER) empfängt ManCity den AFC Bournemouth um Chefcoach Marco Rose zum ersten Spiel in der Premier League. Eine weitere Niederlage wie im Community Shield dürfte die Alarmglocken noch lauter schrillen lassen.