Francesco Totti hat mit einer geplanten Reise nach Russland eine Welle der Empörung ausgelöst. Der 46-Jährige will am 8. April an einer Gala eines Sport- und Wettmagazins in Moskau teilnehmen.
Großer Ärger um Rom-Legende
In der russischen Hauptstadt freut man sich darauf, auf Plakaten wird seine Ankunft mit den Worten „Der Kaiser auf dem Weg zum dritten Rom“ angekündigt - den Fans in Italien gefällt das aber naturgemäß gar nicht.
Für seinen bevorstehenden Ausflug erhielt der frühere Stürmer der AS Rom nicht nur wütende Kommentare in den sozialen Medien, sondern auch den „Goldenen Tapir“ der Satiresendung Striscia la Notizia. Diese zweifelhafte Auszeichnung vergibt die italienische Show regelmäßig an Prominente und Politiker, die sie für den „größten Vollpfosten“ erachten. Zuletzt ging der Preis an Italiens Nationaltrainer Luciano Spalletti.
Totti: „Bin kein Politiker oder Diplomat“
Wie der Coach vor einigen Tagen wurde auch Totti persönlich zur Rede gestellt.
„Ich bin kein Politiker oder Diplomat, sondern ein Mann des Sports, der seine Werte weltweit fördert. Das habe ich schon immer getan: zuerst als Fußballer und jetzt in einer neuen Rolle“, sagte der Weltmeister von 2006 zu seinem Russland-Besuch
Die Italien-Legende betonte: „Seit Jahren besuche ich alle Länder, in die ich eingeladen werde, um über Sport zu sprechen, und ich hätte kein Problem damit, zu denselben Zwecken nach Kiew zu reisen.“
Zur Übergabe des „Goldenen Tapir“ kam es übrigens nicht. Totti ließ den anwesenden Journalisten abblitzen und verbarrikadierte sich in seinem Auto ein. Blöd nur, dass sein Wagen dem Bericht zufolge dabei auf einem Zebrastreifen stand und eine Rampe für Rollstuhlfahrer blockierte.