Die italienischen Fußballprofis Sandro Tonali und Nicolò Fagioli haben im Ermittlungsverfahren wegen eines umfangreichen Wettskandals Strafvereinbarungen getroffen.
Wettskandal: Tonali muss blechen, Fagioli droht Haft
Entscheidung in Italiens Wettskandal
Florenz-Profi Fagioli akzeptierte nach Angaben aus Justizkreisen sowie übereinstimmenden Medienberichten eine einmonatige Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Tonali (Newcastle United) erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 78.250 Euro.
Serie-A-Wettskandal: Strafen gekürzt
Gegenstand des Verfahrens sind Vorwürfe aus den Jahren 2021 bis 2023 im Zusammenhang mit Wetten über nicht lizenzierte Online-Plattformen. Die Ermittlungen richteten sich gegen eine größere Anzahl an Sportlern, darunter rund ein Dutzend Spieler der Serie A.
Tonali und Fagioli waren sportrechtlich bereits zuvor sanktioniert worden. Im strafrechtlichen Verfahren wurde ihnen zusätzlich zur Last gelegt, nicht autorisierte Wettplattformen gegenüber anderen Spielern beworben zu haben. Durch das vereinbarte Strafvergleichsverfahren wurde die ursprünglich mögliche Strafe auf ein Drittel reduziert.
Tonali: Sperren wegen Wettvergehen
Tonali und Fagioli hatten zuvor bereits Sperren wegen unerlaubter Wetten verbüßt. Tonali war 2023 vom italienischen Fußballverband FIGC zu einer zehnmonatigen Sperre verurteilt worden, zusätzlich absolvierte er eine achtmonatige Therapie. Der Mittelfeldspieler hatte eingeräumt, in seiner Zeit bei der AC Mailand auch auf Spiele der eigenen Mannschaft gesetzt zu haben.
Im Mai 2024 war Tonali zudem von einer unabhängigen Aufsichtsbehörde in Großbritannien zu einer zweimonatigen Sperre auf Bewährung und einer Geldstrafe von 20.000 Pfund (23.400 Euro) verurteilt worden.