Angeführt von Offensivtalent Franco Mastantuono ist der AC Florenz in der Serie A der ersehnte Befreiungsschlag gelungen. Die Fiorentina feierte im ersten Spiel unter dem zurückgekehrten Trainer Paolo Vanoli mit einem 4:2 (2:1) beim Venezia FC den ersten Saisonsieg.
„Das ist der wahre Mastantuono!“
„Das ist der wahre Mastantuono!“
Der Klub aus der Toskana reichte damit in der Tabelle die Rote Laterne an den Aufsteiger weiter und kletterte vorerst auf Rang 15. Nach drei Niederlagen in den ersten drei Ligaspielen hatte sich die Fiorentina am vergangenen Sonntag vom 2006er Weltmeister Fabio Grosso getrennt. Am Freitagabend gelang auch sportlich die Trendwende.
Mastantuono schreibt Geschichte für Florenz
Insbesondere dank Mastantuono. Der von Real Madrid ausgeliehene Argentinier drehte nach dem Rückstand durch Akor Adams (22.) auf und wendete mit einem Doppelschlag (29., 30.) die Partie. Nach einem weiteren Treffer von Mateo Pellegrino (66.) gelang Mastantuono (84.) sogar noch ein weiterer Treffer. Antoine Hainauts (86.) Treffer für die Gastgeber änderte nichts mehr am Sieg für Florenz.
Für Mastantuono hatte der Dreierpack zugleich eine historische Dimension. Mit 19 Jahren und 28 Tagen ist er laut Opta der jüngste Spieler, der für die Fiorentina in einem Serie-A-Spiel mehrmals getroffen hat. Er löste den bisherigen Rekordhalter Claudio Desolati, dem am 17. März 1974 zwei Tore gegen den FC Turin gelangen, ab.
„Das ist der wahre Mastantuono!“, titelte die Gazzetta dello Sport. Auch Sportmediaset feierte die „Wiederauferstehung von Mastantuono“. Tuttosport sah einen „überragenden“ Mastantuono und lobte dessen „sensationelle Leistung“.
Mastantuono ist auch in Spanien ein Thema
Auch in Spanien wurde die Torgala des Youngsters registriert. Die in Madrid ansässige Marca schrieb: „Mastantuono erlebt seinen besten Abend in Europa.“
Vor einem Jahr ließ sich Real Madrid die Verpflichtung des Nachwuchsspielers, der sich bei River Plate in den Fokus gespielt hatte, immerhin 50 Millionen Euro kosten. Doch der Sprung von seiner argentinischen Heimat zu den Königlichen war ein großer.
Zwar kam er in seiner Debütsaison in 35 Pflichtspielen zum Einsatz und dabei auf 1.484 Minuten. Immerhin 17-mal stand Mastantuono in der Startelf und erzielte drei Tore. Doch den ganz großen Ansprüchen bei Real genügte das nicht.
Nun will Mastantuono bei der Fiorentina so richtig durchstarten. Mit seinem Dreierpack hat er nach dem misslungenen Saisonbeginn das erste Ausrufezeichen gesetzt – und die Messlatte entsprechend hoch gelegt.