Nina Meinke kann wieder lachen. „Boxen macht mir gerade wieder extrem viel Spaß. Ich war so hibbelig, dass ich zu Hause ständig Schattenboxen gemacht habe und meinem Freund damit schon auf die Nerven gegangen bin“, sagt die Berliner Weltmeisterin, die sich nach einem beängstigenden Bandscheibenvorfall inklusive „Lähmungserscheinungen“ im Vorjahr zurückgekämpft hat – und nun ihren IBF-Gürtel im Federgewicht gegen Dyana Vargas aus der Dominikanischen Republik erfolgreich verteidigen will.
Nach Bandscheibenvorfall: Weltmeisterin Meinke zurück im Ring
Weltmeisterin nach Schock zurück
Dabei war die Fortsetzung ihrer Karriere offen. „Ein Bandscheibenvorfall hatte den Nerv so lange abgeklemmt, dass sofort operiert werden musste. Das war ein Schock, zumal der Arzt sagte, dass die Chancen auf volle Genesung nur bei 20 Prozent liegen“, erzählt die Patentochter von Ex-Champion Sven Ottke im Magazin Boxsport. Die Symptome waren kurz nach Meinkes letzter Titelverteidigung im Mai 2025 aufgetreten. Zehn Monate später steht die 33-Jährige nun topfit im Ring – und freut sich auf das Highlight in der Hamburger Fischauktionshalle am Freitagabend (ab 19.15 Uhr/Bild.de).
„Das ist eine super Location mit eigenem Charme“, sagt sie im RBB. Vor 400 Zuschauern greift Meinke, Kampfname „The Brave“ (die Mutige), dann zudem nach dem vakanten IBO-Gürtel. Die Favoritenrolle nimmt sie gerne an. Es gehe darum, „zu zeigen, wer der Champ ist“, betont ihr Erfolgstrainer Kay Huste.
Den WM-Titel eroberte Meinke (20 Siege, drei Niederlagen) im September 2024 in einer „Blutschlacht“ gegen die Argentinierin Daniela Bermudez in Hamburg und verteidigte ihn im Mai 2025 im Rückkampf in Rostock erfolgreich. Vargas sei „auf jeden Fall eine Verrückte“, warnt Meinke vor dem Kampf über zwölf Runden a drei Minuten vor ihrer Gegnerin. Trotzdem, betont Meinke, sei sie „guter Dinge“.