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Mayweather vs. Pacquiao: Der Fight, der alle anderen in den Schatten stellte

623 Millionen Dollar für „Scheißkampf“

Der Box-Fight zwischen Floyd "Money" Mayweather und Manny "Pac-Man" Pacquiao brach 2015 alle finanziellen Bestmarken - das legendäre Event steht bis heute an der Spitze.
Floyd Mayweather und Manny Pacquiao beim "Kampf des Jahrhunderts"
Floyd Mayweather und Manny Pacquiao beim "Kampf des Jahrhunderts"
© IMAGO / ZUMA Press Wire
Der Box-Fight zwischen Floyd "Money" Mayweather und Manny "Pac-Man" Pacquiao brach 2015 alle finanziellen Bestmarken - das legendäre Event steht bis heute an der Spitze.

Elf Jahre später schwebt dieser Boxkampf noch immer über allen anderen – zumindest aus finanzieller Sicht: Der Titelvereinigungskampf zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao ist am 2. Mai 2015 in Dimensionen vorgestoßen, die im Ring nie zuvor erreicht wurden.

Insgesamt generierte der von Mayweather nach Punkten gewonnene Fight in Las Vegas rund 623,5 Millionen Dollar – ein Rekord, den auch das zwei Jahre später ähnlich riesig inszenierte Duell zwischen Mayweather und UFC-Superstar Conor McGregor nicht toppen konnte.

Dabei war der Showdown zwischen „Money“ Mayweather und „Pac-Man“ Pacquiao dem gigantischen Hype nie ganz gerecht geworden. Der „Kampf des Jahrhunderts“ war recht einseitig, die Show letztlich spürbar zu groß für den Sport.

Der mittlerweile verstorbene Weltmeister Graciano Rocchigiani sagte damals stellvertretend: „Das war ein langweiliger Scheißkampf.“ Vielleicht auch deshalb wollen die beiden Box-Legenden am 19. September 2026 zum Rematch antreten.

„Kampf des Jahrhunderts“ sprengt alle Grenzen

Ob dann wieder absurde Summen fließen? Beim ersten Showdown wurden die 15.000 Tickets in der MGM Grand Garden Arena für 72,2 Millionen Dollar verkauft – mehr als das Dreieinhalbfache des vorherigen Rekords (20 Millionen Dollar bei Mayweather vs. Alvarez im September 2013).

4,6 Millionen Menschen kauften den Kampf in den USA als Pay-Per-View-Angebot und sorgten damit für 410 Millionen Dollar Umsatz.

Die Kampfbörse von Mayweather (damals Weltmeister von WBA und WBC) soll aufgrund des irrwitzigen kommerziellen Erfolgs sagenhafte 180 Millionen Dollar betragen haben, auch Pacquiao (WBO) hat angeblich über 100 Millionen kassiert.

„Es ist verrückt, eine richtiger Wahnsinn“, sagte Pacquiaos Promoter Bob Arum ESPN schon vor dem Kampf und fügte an: „Wir hätten diese Zahlen nicht erreicht, wenn wir den Kampf vor fünf Jahren veranstaltet hätten.“

Pacquiao sinnt auf Rache

Elf Jahre später soll es nun zum Rückkampf kommen, wieder in Las Vegas. Der Fight der beiden zwischenzeitlich zurückgetretenen Box-Ikonen ist für den 19. September angesetzt.

Pacquiao geht es vor allem um Rache. Im legendären Event von 2015 war er nach eigenen Angaben von einer Schulterverletzung beeinträchtigt gewesen.

„Die Fans haben lange genug gewartet – sie verdienen diesen Rückkampf“, sagte Pacquiao. „Ich möchte, dass Floyd mit dieser einen Niederlage in seiner Profikarriere leben muss und sich immer daran erinnert, wer sie ihm zugefügt hat.“

Mayweather hat seine 50 Profikämpfe allesamt gewonnen, die Bilanz ist bis heute quasi makellos. Sein Showkampf gegen Logan Paul war genau genommen ein Unentschieden, da kein Sieger verkündet wurde.

Legendär ist nicht nur sein Status als unbesiegbarer Fighter, der Spitzename „Money“ kommt nicht von ungefähr. Laut Forbes sollen die Karriereeinnahmen des einst bestbezahlten Sportlers der Welt bei über einer Milliarde Dollar liegen.

Mayweather kündigt nächsten Sieg an

Mittlerweile ist der US-Amerikaner 49 Jahre alt. Sorgen macht ihm das neuerliche Duell mit seinem zwei Jahre jüngeren Kontrahenten aus den Philippinen (62 Siege, acht Niederlagen, drei Unentschieden) nicht: „Ich habe bereits einmal gegen Manny gekämpft und ihn besiegt. Dieses Mal wird das Ergebnis das gleiche sein.“

Um sich auf das Rematch vorzubereiten, sollten beide Kämpfer eigentlich schon einmal in den Ring gestiegen sein. Doch Mayweathers Duell mit Mike Tyson fiel ebenso flach wie Pacquiaos Aufeinandertreffen mit dem Russen Ruslan Provodnikov. Angedacht waren eigentlich Termine im April.

Noch ist nicht klar, ob die entfallenen Kämpfe stattfinden. Geht es nach Mayweather, gibt es aber immerhin eine Garantie: „Niemand wird ein größeres Publikum erreichen, eine größere weltweite Übertragung haben oder mehr Geld mit jeder Veranstaltung hereinholen.“ Für ihn ist der Hype also schon wieder gigantisch.