Owen Ansah hat sich nach seinem Goldmedaillengewinn über 200 Meter bei der Leichtathletik-EM unbeeindruckt von der schwierigen Situation rund um das laufende Dopingverfahren gezeigt.
Owen Ansah bei Leichtathletik-EM: "Deutschland steht hinter mir"
Ansah: „Deutschland steht hinter mir“
Auf die Frage, wie er mental so stark bleiben konnte trotz der schwierigen Wochen und der zusätzlichen rassistischen Kommentaren, die er auf Social Media erhalten hat, entgegnete Ansah im ZDF: „Diese rassistischen Kommentare sind mein ganzes Leben lang schon da. Das kann ich super gut ignorieren.“
Dann ging er „auf die andere Sache“ ein, wie er den Trubel rund um das Dopingverfahren bezeichnete: „Ich habe sehr viele Leute, die mich supporten. Mein Team sowieso, aber auch Deutschland. Die stehen alle hinter mir. Das merke ich, sodass ich einfach einen freien Kopf habe.“
Der 25-Jährige erklärte zudem, wie er sich vor Wettkämpfen auf seine Leistung fokussiert. „Wenn ich beim Warm-Up-Check bin, packe ich Kopfhörer rein, spiele coole Musik ab und bin voll bei mir“, sagte Ansah.
Owen Ansah: Diese Personen helfen mir besonders
Für die nötige Ruhe abseits der Laufbahn sorgt sein engstes Umfeld. „Von 0 bis 18 Jahren haben es meine Eltern hinbekommen mit der mentalen Stärke, von 18 bis 25 hat Sebastian Bayer das gemacht“, erklärte der Sprinter mit Blick auf seinen Trainer: „Wir sind ein super Team, wir verstehen uns alle super, und das ermöglicht mir solche Leistungen.“
Über Ansah schwebt derzeit ein Verfahren der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA). Hintergrund ist eine Anfang Juli nicht durchgeführte Dopingkontrolle. Die NADA wertet den Vorfall als verweigerte Kontrolle und hat deshalb eine Sperre von vier Jahren beantragt.
Der Topathlet streitet die Verweigerung aber ab. Er behauptet außerdem, von dem Kontrolleur nicht über die Folgen der nicht abgegebenen Probe aufgeklärt worden zu sein.