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EM-Drama in Birmingham: Dopingwirbel um Ansah – Hummel jagt Gold

Das bringt der Tag bei der Leichtathletik-EM

Inmitten seiner Dopingtest-Affäre tritt Sprinter Owen Ansah über 100 m an. Hammerwerfer Merlin Hummel kämpft um eine Medaille.
Owen Ansah (l.) und Trainer Sebastian Bayer in Birmingham
Owen Ansah (l.) und Trainer Sebastian Bayer in Birmingham
© picture-alliance/Eibner-Pressefoto/SID/Stefan Mayer
Inmitten seiner Dopingtest-Affäre tritt Sprinter Owen Ansah über 100 m an. Hammerwerfer Merlin Hummel kämpft um eine Medaille.

Am zweiten Tag der Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham steht aus deutscher Sicht der Auftritt des von einer mehrjährigen Sperre bedrohten Sprinters Owen Ansah im Mittelpunkt. Hammerwerfer Merlin Hummel geht mit Medaillenchancen ins Finale.

Dopingwirbel: Ansah sprintet trotzdem

100 m: Selten gab es um einen deutschen EM-Start so viel Wirbel wie nun im Fall Ansah. Die Nationale Anti-Doping-Agentur wirft dem Hamburger vor, im Juli einen Dopingtest verweigert zu haben und fordert vier Jahre Sperre, Ansah will dagegen vorgehen. Weil er nicht suspendiert ist, darf Ansah in Birmingham starten, als Nummer drei der europäischen Jahresbestenliste gehört der deutsche Rekordhalter (9,98 Sekunden) zum Favoritenkreis. Eine Medaille würde ihm im Falle einer Sperre aber nachträglich aberkannt werden. Ansah ist für das Halbfinale (21.32 Uhr MESZ) gesetzt, der schnellste Mann Europas wird im Finale um 22.47 Uhr ermittelt.

Hammerwurf: Die Qualifikation lief am Montag bei Merlin Hummel so gar nicht nach Wunsch, als Zehnter quälte sich der Vizeweltmeister in die Entscheidung ab 20.10 Uhr. „Eine Quali ist aber nie mit einem Finale zu vergleichen“, sagt der Vizeweltmeister von Tokio 2025. Der Titelverteidiger ist schon nicht mehr dabei: Polens formschwacher Tokio-Olympiasieger Wojciech Nowicki, der zuletzt dreimal in Folge EM-Gold geholt hatte, schied in der Qualifikation aus.

Weitsprung: Tentoglou gegen Ehammer

Weitsprung: Ohne Pechvogel Simon Batz geht es ab 21.16 Uhr um die Medaillen – der Mannheimer verletzte sich am Montag beim Einspringen vor der Qualifikation am Oberschenkel und konnte nicht antreten. Dennoch dürfte die Entscheidung ein Highlight werden, ist das europäische Niveau in dieser Disziplin doch immens hoch. An der Spitze des Zwölferfeldes stehen der griechische Olympiasieger und Titelverteidiger Miltiadis Tentoglou, der zuletzt auf grandiose 8,66 m flog, und der Schweizer Simon Ehammer, der sich 2026 auf 8,51 m verbessert hat – beim Zehnkampf in Götzis!