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Doppeltes deutsches Tränen-Drama: "Die ist richtig am Boden"

Doppeltes deutsches Tränen-Drama

Die deutsche Siebenkämpferin Sandrina Sprengel erlebt einen Albtraum-Einstand bei der EM. Ein Experte sieht große Probleme, eine andere Deutsche überzeugt komplett.
Leo Neugebauer und Gesa Krause bescheren Deutschland einen goldenen EM-Tag - aber auch der Sturz von Lea Meyer sorgt für Gesprächsstoff.
Die deutsche Siebenkämpferin Sandrina Sprengel erlebt einen Albtraum-Einstand bei der EM. Ein Experte sieht große Probleme, eine andere Deutsche überzeugt komplett.

Tränen statt Traumstart: Sandrina Sprengel hat zum Auftakt des Siebenkampfs bei der Leichtathletik-EM gleich zwei schwere Rückschläge hinnehmen müssen.

Die 22-Jährige erlebte erst beim Hürdenlauf ein kleines Drama und konnte dann auch im Hochsprung nicht überzeugen. Beide Male konnte sie die Emotionen nicht zurückhalten.

Los ging es in Birmingham mit den 100 Meter Hürden: Bereits am zweiten Hindernis blieb Sprengel hängen, verlor wertvolle Zeit und konnte einen Sturz nur mit Mühe verhindern.

ARD-Experte: „Die ist gerade richtig am Boden“

Mit einem Ergebnis von 14,03 Sekunden büßte die WM-Fünfte von Tokio früh Punkte ein und rangierte nach der ersten Disziplin auf Platz 21. Die Enttäuschung war Sprengel anschließend deutlich anzumerken, noch Minuten nach dem Lauf kämpfte sie mit den Tränen.

Und auch in der zweiten Disziplin konnte sie die Enttäuschung nicht abschütteln. Alle drei Versuche über 1,74 m gingen schief, dabei hatte sie sich eine Höhe von 1,80 m angepeilt – die sie zuletzt in Götzis übersprungen hatte. Zu Buche standen letztlich 1,71 m.

Sprengel sank auf der Matte kurz in sich zusammen, anschließend reckte sie den gesenkten Daumen in die Kamera. Nach einem Gespräch mit ihrem Trainerteam wischte sich die Athletin erneut Tränen aus den Augen.

ARD-Experte Frank Busemann erklärte: „Da ist der Wurm drin. Wenn du so startest, du hast es dir ganz anders vorgestellt, dann setzt sich das emotional im Hochsprung so fort. Und die Leistung bestätigt das dann auch: Die ist gerade richtig am Boden. „

Aufgeben sei aber keine Option: „Das darf nicht sein. Man ist angetreten für sieben Disziplinen. Wenn du dich nicht verletzt, machst du das Ding zu Ende.“

Weißenberg für den Moment auf Medaillenkurs

Deutlich besser lief es für Sophie Weißenberg. Die 28-Jährige steigerte ihre persönliche Bestzeit über die Hürden auf 13,19 Sekunden und erwischte damit einen starken Start in den Mehrkampf.

Nach ihrer schweren Achillessehnenverletzung bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris zeigte sich Weißenberg anschließend ebenfalls emotional. Im Hochsprung knackte sie zudem die 1,80 m und belegte damit nach zwei von sieben Wettkämpfen den dritten Rang. Auf die führende Polin Adiranna Sulek-Schubert fehlen 61 Punkte.

Sprengel ist 23., die dritte Deutsche im Bunde, Vanessa Grimm, findet sich auf Platz 16 wieder.