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Chaos bei Leichtathletik-EM wegen Polizeieinsatz

Polizeieinsatz sorgt für Chaos

Sicherheitskräfte suchen in Birmingham einen mutmaßlichen Betrüger - und Tausende müssen warten.
Der Topfavorit konnte sich lange nicht absetzen - und dann ließ Julian Weber den Speer in nicht für möglich gehaltene Weiten fliegen.
Sicherheitskräfte suchen in Birmingham einen mutmaßlichen Betrüger - und Tausende müssen warten.

Ein massiver Polizeieinsatz hat bei der Leichtathletik-EM in Birmingham für großes Chaos gesorgt. Nach Wettkampfende am Samstagabend konnten viele Athleten, Journalisten und ein Großteil der 23.000 Zuschauer das Gelände rund um das Alexander Stadium teils stundenlang nicht verlassen, die geplanten Siegerehrungen wurden zudem abgesagt.

Betrugs-Festnahme legt Shuttle-Verkehr lahm

Am Sonntagmorgen teilten die Organisatoren den Hintergrund der zunächst unüberblickbaren Situation mit. Demnach habe die Polizei einen wegen Betrugsverdachts gesuchten Mann festgenommen. Zu diesem Zweck wurde der Verkehr der Shuttlebusse eingestellt, die Busse wurden von bewaffneten Einheiten durchsucht.

„Der Transport bei den Titelkämpfen wurde bis zur Durchführung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen eingestellt, während die Polizei von West Midlands einen Mann in den Dreißigern wegen Betrugsverdachts festnahm“, schrieben die Veranstalter: „Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Zuschauer, Athleten, Mitarbeiter und der gesamten Meisterschaftsfamilie werden für uns immer oberste Priorität haben.“

Weil die vielen Besucher aber am Abend selbst in Unklarheit gelassen wurden, teilweise erst deutlich nach Mitternacht ihre Busse besteigen konnten und damit die Zugheimfahrt verpassten, herrschte eine angespannte Stimmung rund um die Arena. Immerhin: Am Sonntag lief der Betrieb ohne Zwischenfälle an.