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Nach Fehlgeburt: Heimberg springt in Paris zu EM-Silber

EM-Silber nach Fehlgeburt

Die Schweizer Wasserspringerin Michelle Heimberg teilt auf Social Media ihre Geschichte, um auch anderen Mut zu machen.
Heimberg gewinnt Silber bei der EM
Heimberg gewinnt Silber bei der EM
© AFP/SID/DIMITAR DILKOFF
Die Schweizer Wasserspringerin Michelle Heimberg teilt auf Social Media ihre Geschichte, um auch anderen Mut zu machen.

Für die Schweizer Wasserspringerin Michelle Heimberg hat ihre Silbermedaille bei der EM in Paris eine ganz besondere Bedeutung. „Eine Woche vor unserer Abreise zu den Europameisterschaften haben wir die herzzerreißende Nachricht erhalten, dass wir unser Baby ganz am Ende des ersten Schwangerschaftstrimesters verloren haben. Nur 24 Stunden später wurde ich operiert“, teilte die 26-Jährige in emotionalen Worten auf Instagram mit.

Heimberg war am Sonntagabend vom 1-m-Brett auf das Podest gesprungen. „Diese Silbermedaille strahlt heller, als es jede Goldmedaille jemals könnte“, schrieb sie. Die vergangenen beiden Wochen seien „sowohl körperlich als auch emotional unglaublich herausfordernd“ gewesen: „Es gab Momente, in denen es mir fast unmöglich erschien, auf diesem Sprungbrett zu stehen.“

„Freude und Herzschmerz können gleichzeitig existieren“

Die Medaille erinnere sie daran, „dass Freude und Herzschmerz gleichzeitig existieren können und dass wir zu mehr fähig sind, als wir manchmal glauben“. Sie teile ihre Geschichte, „weil ich glaube, dass auch solche Erfahrungen zum Leben gehören. Eine Fehlgeburt ist etwas, das viele Menschen durchmachen, doch oft wird darüber geschwiegen. Und ich glaube auch, dass es anderen helfen kann, sich weniger allein zu fühlen, wenn man offen darüber spricht.“

Heimberg dankte ihrem Partner, ihrer Familie, ihren Freunden, ihren Trainern und allen, die ihr „in diesen schweren Tagen“ zur Seite gestanden hätten: „Diese Silbermedaille wird mich immer daran erinnern, dass Stärke nicht bedeutet, niemals zusammenzubrechen. Manchmal bedeutet sie einfach, den Mut zu finden, den nächsten Schritt zu machen.“