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Passiert das Undenkbare?

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Passiert das Undenkbare?

Nach dem durchwachsenen Saisonstart brodelt es bei Red Bull. Max Verstappen wirkt zunehmend unzufrieden – Mercedes bleibt als mögliches Fluchtziel im Gespräch.
Kurz vor Beginn der Wintertests präsentiert Red Bull ihren neuen Boliden für die kommende Saison. Mit diesem Auto will Max Verstappen seinen Titel verteidigen.
Nach dem durchwachsenen Saisonstart brodelt es bei Red Bull. Max Verstappen wirkt zunehmend unzufrieden – Mercedes bleibt als mögliches Fluchtziel im Gespräch.

Max Verstappen ist in der Formel 1 weiter vorn dabei – aber wie lange noch im Red Bull? Nach dem Grand Prix von China wächst der Eindruck, dass die Geduld des viermaligen Weltmeisters auf eine harte Probe gestellt wird.

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McLaren dominiert, Red Bull fährt hinterher – und im ehemaligen Dauersieger-Team wird zunehmend klar: So hält man seinen Superstar nicht.

Wenn selbst Verstappen nicht mehr reicht

Platz vier in China, mehr war für Verstappen nicht drin. Der Trend ist eindeutig: Red Bull hat derzeit kein Auto, mit dem er den Unterschied machen kann. Der Max-Faktor, rund drei Zehntelsekunden pro Runde und über eine Renndistanz fast 20 Sekunden, reicht nicht mehr.

Dabei rechnen die pragmatischen Formel-1-Analysten mit genau jenem Unterschied, den der bis 2024 stets siegende Holländer machen kann. 20 Sekunden in die Entwicklung eines Autos zu stecken kostet erfahrungsgemäß bis zu 80 Millionen Euro – das beschreibt den momentanen Wert des Niederländers am treffendsten.

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Für Red Bull heißt das: Sie müssen alles tun, um ihn zu halten. Für die anderen: Sie müssen alles tun, um ihn zu bekommen.

Verstappen kennt die Situation. Ihm fehlt immer mehr das Vertrauen, dass er Red Bulls Technikrückstand mit seinem Speed noch ausgleichen kann. Nach dem Abgang von Designgenie Adrian Newey Anfang vergangenes Jahr steuerte man in eine Sackgasse – die Updates funktionierten nicht. Red Bull wurde von McLaren, Ferrari und Mercedes überholt. Allein Verstappen war mit seinem Können noch in der Lage, den Fahrertitel zu sichern.

Wo wäre Red Bull ohne Verstappen?

Was das Auto wirklich wert war und ist, zeigen die Leistungen der Teamkollegen Sergio Perez 2024 und Liam Lawson bei den ersten beiden Rennen in dieser Saison. Maximal Mittelfeld, sogar Juniorteam Racing Bulls wirkt stärker. Das nervt Verstappen.

Es ist kein Geheimnis, dass Champions und Unterschiedsfahrer wie Senna, Schumacher oder eben Verstappen ein oberstes Gebot haben, das ihr Benzin für ihren Ehrgeizantrieb ist: Sie wollen gewinnen. Immer.

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Und dafür brauchen sie nicht nur ein konkurrenzfähiges Auto – sondern auch das Gefühl, dass ihr Team alles dafür tut. Red-Bull-Berater Helmut Marko bringt es auf den Punkt: „Wenn er dieses Gefühl nicht hat, dann besteht die Gefahr, dass er sich anders orientiert.“

SPORT1 weiß: Möglich wäre das trotz Vertrag bis 2028. Verstappen hat leistungsbezogene Ausstiegsklauseln in seinem Vertrag. Bedeutet im Klartext: Sollte Red Bull ihm kein siegfähiges Auto hinstellen, könnte der Weltmeister vorzeitig aussteigen.

McLaren-Teamchef Zak Brown brachte zuletzt bereits öffentlich einen Wechsel zu Mercedes ins Spiel. Dazu passt: Deren Trendkurve zeigt nach Platz drei in China durch George Russell nach oben.

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Mercedes als Auffangnetz?

Allein: Noch winkt Teamchef Toto Wollf ab. „Wir stehen zu unseren Fahrern“, sagt er. Und: „Die Frage stellt sich aktuell nicht.“ Doch intern dürfte man längst alle Optionen durchkalkulieren.

Denn: Einen Max Verstappen lässt man nicht einfach vorbeiziehen – schon gar nicht, wenn man ihn einem Hauptkonkurrenten wegschnappen könnte.

Bleibt die Frage: Wen würde der Niederländer im Silberpfeil ersetzen? Die Verträge beider Fahrer, sowohl vom erfahrenen Russell als auch vom jungen Andrea Kimi Antonelli, laufen Ende 2025 aus. Doch besonders Russell steht unter Beobachtung. Kimi Antonelli gilt längst als neuer Liebling von Teamchef Wolff – und hat noch Welpenschutz.

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Fest steht: Bei Red Bull schrillen die Alarmglocken. Noch kann man Verstappen halten. Aber die Uhr tickt. Gegen Red Bull. Und gegen George Russell.