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IndyCar: Schumacher bekommt Fahrercoach - einst crashte er übel

Mick Schumacher bekommt Fahrercoach

Mick Schumacher bekommt für seine erste Indy-Car-Saison prominente Unterstützung: Fahrercoach Ryan Briscoe kennt die Serie in allen Facetten.
Die IndyCar Series ist die bedeutendste Formel-Rennserie in Nordamerika. Hier sind die wichtigsten Infos zusammengefasst.
Mick Schumacher bekommt für seine erste Indy-Car-Saison prominente Unterstützung: Fahrercoach Ryan Briscoe kennt die Serie in allen Facetten.

Rahal Letterman Lanigan fährt alle Geschütze auf, damit Mick Schumachers Debüt in der IndyCar-Serie erfolgreich wird. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher bekommt einen eigenen Fahrercoach.

Bei Topteams wie Penske und Ganassi ist das Usus, bei Mittelfeldteams wie Rahal Letterman Lanigan jedoch eine ungewöhnliche Investition.

IndyCar: Dieser Fahrer soll Mick Schumacher helfen

Der Fahrer, der Schumacher vor allem auf den für Quereinsteiger ungewohnten Oval Rennstrecken helfen soll, ist Ryan Briscoe, 44 Jahre, aus Australien.

Briscoe kennt die IndyCar, das US-Pendant der Formel 1, in all ihren Facetten. Von 2005 bis 2015 stand er bei diversen Teams wie Ganassi, Dreyer & Reinbold, RuSport, Dragon, Penske, Panther und Schmidt Peterson unter Vertrag.

Vor allem mit Penske war er äußerst erfolgreich: Er gewann acht Rennen, eroberte beim Indy 500 im Jahr 2012 die Pole-Position und wurde 2009 Meisterschafts-Dritter.

Ryan Briscoe erlebte auch Schattenseiten der IndyCar-Serie

Aber Briscoe erlebte auch die Schattenseiten der IndyCar am eigenen Leib und war in diverse schwere Unfälle verwickelt.

Bei einem brutalen Unfall 2005 auf dem Chicagoland Speedway, bei dem er nach einer Kollision in die Fangzäune flog, brach er sich beidseitig das Schlüsselbein, erlitt eine Fußfraktur, schwere Prellungen an Armen, Beinen und Rücken sowie Atembeschwerden aufgrund des Einatmens giftiger Dämpfe.

Schumacher-Mentor erinnert sich an eigene Anfänge

Zuletzt war Briscoe Sportdirektor beim neuen IndyCar-Team Prema. Er weiß, wie wichtig für junge, neue Fahrer ein erfahrener Trainer ist. „Ich kann mich noch an mein eigenes erstes Ovalrennen erinnern“, holt Briscoe aus.

„Damals in Homestead 2005 war ich beim ersten Restart direkt hinter meinem Teamkollegen Scott Dixon. Während er fünf Plätze gutgemacht hat, habe ich drei verloren oder so was. Da ist mir klar geworden, dass das eine ganz eigene Wissenschaft für sich ist“, erinnert er sich.

Bei der Vermittlung dieser Wissenschaft war Briscoe zuletzt sehr erfolgreich: Rookie Robert Shwartzman eroberte beim prestigeträchtigen Indy 500 im Vorjahr für Prema die Pole-Position.

Briscoe kennt auch die Formel 1

Briscoe kennt aber auch die für Schumacher vertrautere Formel-1-Welt. Von 2002 bis 2004 war er Testfahrer für Toyota. Sechsmal durfte er auch als Freitagstestfahrer an Grand-Prix-Wochenenden für Toyota ausrücken. Die Japaner versuchten, Briscoe 2005 mit Kundenmotoren bei Jordan in die Formel 1 zu bringen – was an der Finanzierung scheiterte. Also brachte ihn Toyota in die IndyCar-Serie.

Mit dem Wechsel von Briscoe zu Rahal Letterman Lanigan ist auch immer wahrscheinlicher, dass Mick Schumacher nur 24 statt 26 Gegner haben wird. Die Zukunft von Prema ist äußerst ungewiss, nachdem sich die Gründerfamilie Rosin nach mehr als 40 Jahren zurückgezogen hat.

Mit dem Einstieg in die IndyCar, aber auch mit dem Sportwagen-WM-Projekt mit Lamborghini, hat sich das Team um Besitzer DC Racing Solutions finanziell überhoben. Jetzt wird ein Käufer für das IndyCar-Projekt gesucht. Auch beim Test in dieser Woche fehlt Prema.

Noch mehr Unterstützung für Mick Schumacher in der IndyCar

Zurück zu Schumacher. Eine zweite Hilfe für den Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher ist ebenfalls fix: Renningenieur wird Mike Pawlowski. Er kennt diverse IndyCar-Topteams wie Forsythe, Foyt, Ganassi und Andretti. Zuletzt arbeitete er als Renningenieur bei McLaren für den Indy-500-Auftritt von NASCAR-Superstar Kyle Larson.

Es ist also angerichtet für Mick Schumacher. Die Saison beginnt am 1. März in St. Petersburg, Florida. Das prestigeträchtige Indy 500 steigt am 24. Mai.

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