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Formel 1: Verdacht gegen Mercedes! Es wird über Protest gesprochen

Verdacht gegen Mercedes! Bald Protest?

Bereits vor dem ersten Rennen eskaliert in der Formel 1 ein heftiger Streit. Der beschuldigte Mercedes-Boss findet drastische Worte.
Die Formel 1 hat einen neuen Weltmeister – Lando Norris. Der Brite ist allerdings nicht der typische Rennfahrer wie seine Weltmeister-Vorgänger.
Bereits vor dem ersten Rennen eskaliert in der Formel 1 ein heftiger Streit. Der beschuldigte Mercedes-Boss findet drastische Worte.

Schon vor dem ersten offiziellen Formel-1-Test in Bahrain kocht die Diskussion um einen Technik-Trick am Mercedes-Motor weiter hoch. Die Konkurrenz hegt weiter Zweifel an der Auslegung der neuen Antriebs-Regeln und spekuliert über einen möglichen Vorteil beim Verdichtungsverhältnis der neuen Power Unit.

Teamchef Toto Wolff weist die Vorwürfe nun entschieden zurück und beruft sich dabei auf Rückendeckung durch die FIA.

Formel 1: Grauzone schürt Verdacht um Mercedes

Hintergrund ist eine Regeländerung für die neue Saison: Das maximale Verdichtungsverhältnis wurde von 18:1 auf 16:1 abgesenkt. Gemessen wird es ausschließlich bei Umgebungstemperatur in der Boxengasse.

Genau darin sehen Konkurrenten eine mögliche Grauzone – mit dem Verdacht, Mercedes könne den Motor während der Fahrt auf einem höheren Niveau betreiben.

Anschuldigungen, die im Österreicher seinen Namensvetter aus der Tierwelt hervorrufen. Jedenfalls reagiert Wolff darauf ungewohnt scharf: „Ich verstehe einfach nicht, warum sich manche Teams mehr auf die anderen konzentrieren und immer wieder einen Fall diskutieren, der sehr klar und transparent ist“, sagt er am Rande der offiziellen Mercedes-Präsentation in einer Presserunde.

Parallel verweist er auf die Freigabe durch den Automobilweltverband. „Die Kommunikation mit der FIA war die ganze Zeit über sehr positiv. Es geht dabei nicht nur um das Verdichtungsverhältnis, sondern auch um andere Themen.“

Formel 1: Mercedes in der Favoritenrolle

Fakt ist: Wolff will von einem Schlupfloch oder einer Grauzone nichts wissen. „Gerade in diesem Bereich ist sehr klar, was das Reglement sagt“, erklärt er. „Es ist sehr klar, welche Standardverfahren bei allen Motoren gelten – auch außerhalb der Formel 1.“

Sportlich untermauerte Mercedes seine Ambitionen zuletzt beim Barcelona-Shakedown. Mit 500 Runden in drei Tagen sammelte das Team mehr Kilometer als jeder andere Rennstall.

Entsprechend werden die einstigen Dauersieger früh als Favorit für die neue Saison gehandelt. In der kommenden Woche folgt der nächste Härtetest bei den offiziellen Testfahrten in Bahrain.

Wolff wütet: „Bringt einfach euren eigenen Sch… zusammen!“

Wolff richtet deshalb einen klaren Appell an die Konkurrenz: „Bringt einfach euren eigenen Sch… zusammen!“

Kritik übt er vor allem an den offenbar konspirativen Diskussionen hinter den Kulissen: „Sie führen geheime Meetings, schreiben geheime Briefe und versuchen ständig, neue Testmethoden zu erfinden, die es einfach nicht gibt.“ SPORT1 erfuhr: Dabei wird sogar über einen möglichen offiziellen Protest gegen das Triebwerk mit dem Stern beraten.

Wolf betont „dass alles in Ordnung ist“

Wolff kann darüber nur den Kopf schütteln. Mercedes selbst verfolge einen anderen Ansatz bei der Vorbereitung auf die Regel-Revolution: „Wir versuchen hier, Ablenkungen zu minimieren. Und Ablenkungen minimiert man, indem man mehr auf sich selbst schaut als auf alle anderen – gerade wenn ziemlich klar ist, was die Regeln sagen und was uns die FIA gesagt hat.“

Der Österreicher sieht in den Vorwürfen teils auch eine Schutzreaktion der Konkurrenz: „Vielleicht sucht man nach Ausreden, noch bevor man überhaupt angefangen hat, wenn es nicht gut läuft“, legt er den Finger in die offene Wunde der Rivalen. „Jeder muss das Beste aus seinen Möglichkeiten machen. Aber so würden wir nicht vorgehen – vor allem dann nicht, wenn man schon oft genug gesagt bekommen hat, dass alles in Ordnung ist.“

Mercedes geht jedenfalls fest davon aus, dass die eigene Power Unit regelkonform arbeitet: „Die Power Unit ist legal“, konstatiert Wolff selbstbewusst. „Sie entspricht dem Wortlaut der Regeln. Sie entspricht den Art und Weisen, wie kontrolliert wird. Sie entspricht den Messmethoden, wie sie auch bei jedem anderen Fahrzeug angewendet werden.“

Beschwerde erst in Australien möglich

Wolff stellt klar: „So sehen wir die Welt heute – und das ist auch das, was die FIA gesagt hat. Das ist das, was der Präsident der FIA gesagt hat. Und der kennt sich damit ein bisschen aus.“

Fest steht: Mercedes fühlt sich in der Causa Verdichtungsverhältnis im Recht und bestreitet einen möglichen Vorteil noch nicht einmal. Wie weit die Rivalen mit ihrer Beschwerde wirklich gehen, wird sich allerdings nicht vorm Saisonstart in Australien zeigen.

Erst dort haben Audi, Ferrari, Honda und Co. die Möglichkeit, offiziell zu protestieren.

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