Der Krieg im Mittleren Osten bringt Unruhe in den Formel-1-Kalender. Während die Saison 2026 an diesem Wochenende in Australien startet, wächst die Sorge um die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien im April.
Formel 1: Wegen Iran-Krieg! Plötzlich stehen zwei Rennen auf der Kippe
Unerwartete Rückkehr in Formel 1?
Zur Erinnerung: Noch Mitte Februar testete die Formel 1 in Bahrain. Seitdem hat sich die Lage dramatisch verändert: Nach Angriffen israelischer und US-amerikanischer Streitkräfte auf den Iran drohen Vergeltungsschläge in der Golf-Region. Besonders betroffen sind Bahrain, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Unter diesen Bedingungen ist die Austragung von großen Sportevents ausgeschlossen.
Formel 1: Zwei Rennen auf der Kippe
Der Grand Prix von Bahrain ist nach China und Japan für den 12. April angesetzt. Noch sind bis dahin knapp fünf Wochen Zeit.
Das Problem: Der Konflikt soll nach Einschätzung politischer Beobachter und Aussagen von US-Präsident Donald Trump selbst mehrere Wochen andauern. Eine Woche nach Bahrain steht bereits der Saudi-Arabien-GP auf dem Programm.
Problematisch ist dabei auch der Luftverkehr. Drehkreuze wie Doha, Dubai und Abu Dhabi sind zentrale Umsteigepunkte für das F1-Personal. Sie sind teilweise gesperrt oder stark eingeschränkt und erschweren bereits die Anreise nach Australien massiv. Entwarnung kann derweil hinsichtlich der Formel-1-Fracht gegeben werden. Die ist bereits in Melbourne angekommen.
Der Saisonauftakt im Albert Park kann damit planmäßig stattfinden. Doch viele der rund 1000 Teammitglieder mussten ihre Flüge kurzfristig umbuchen. Alternativrouten sind länger und teurer. Mechaniker, Catering-Personal oder Marketing-Mitarbeiter könnten verspätet eintreffen.
Weicht die Formel 1 aus?
Wie weitreichend die Folgen des Iran-Konflikts sind, zeigte sich bereits bei den abgesagten Reifentests von Pirelli in Bahrain. Einzelne Teammitglieder saßen zeitweise in der Region fest.
Die Formel 1 selbst hält sich derweil offiziell mit Aussagen zurück. Doch hinter den Kulissen wird die Entwicklung genau verfolgt.
Auch Ersatz-Austragungsorte werden logischerweise diskutiert. Wie aus Insiderkreisen zu hören ist, sollen dabei unter anderem die Strecken in Portimao (Portugal), Imola (Italien) und Le Castellet (Frankreich) infrage kommen. Zur Erinnerung: Imola beispielsweise war für 2026 gerade erst aus dem Kalender geflogen. Portimao war schon mal als Ersatz während der Corona-Krise eingesprungen.
Sollte sich die Lage nicht bald entspannen, muss die Formel 1 schnell eine Entscheidung treffen. Die Verlegung zweier Grand Prix benötigt entsprechende Vorlaufzeit.