Lewis Hamilton findet deutliche Worte: Ferrari ist derzeit „einfach nicht schnell genug“, um an der Spitze anzugreifen. Beim Trainingsauftakt in Suzuka landeten Charles Leclerc und der siebenmalige Weltmeister in der zweiten Einheit nur auf den Plätzen fünf und sechs – mit einem Rückstand von rund sieben beziehungsweise acht Zehnteln auf McLaren-Pilot Oscar Piastri.
Hamilton schlägt Alarm bei Ferrari
Hamilton schlägt Alarm bei Ferrari
Mehr als die Hälfte der Zeit büßte die Scuderia bereits auf der Start-Ziel-Geraden bis hinein in Kurve eins ein. Allein dort fehlten knapp vier Zehntel auf den McLaren. Auf den langsamen Passagen konnten Leclerc und Hamilton zwar etwas gutmachen, doch auf den Geraden zogen die Mercedes-befeuerten Autos erneut davon.
Hamilton: „Es ist die Balance“
Für Hamilton ist klar, wo der Hebel angesetzt werden muss. „Das Auto fühlt sich grundsätzlich okay an, es ist im Moment einfach nicht schnell genug – ich denke, es liegt an der Balance“, erklärte der Brite. Man müsse über Nacht hart arbeiten, um das Set-up zu verbessern.
„Aktuell verlieren wir vier Zehntel bis Kurve eins im Vergleich zu McLaren. Die Energienutzung ist ein Teil davon, aber wir können auch am Set-up noch Performance finden.“
Neben der reinen Topspeed-Problematik kämpft Ferrari mit einem heiklen Fahrzeugverhalten des SF-26. Beide Piloten berichteten von mangelndem Vertrauen, insbesondere im ersten Sektor mit dem neu asphaltierten Streckenabschnitt.
Ioverno: Rückstand im Rahmen
Sportdirektor Diego Ioverno ordnete den Abstand nüchtern ein. „Die Lücke entspricht mehr oder weniger unseren Erwartungen und liegt im Rahmen der ersten beiden Rennen, vor allem auf eine Runde“, sagte der Italiener. Dennoch gelte es, kleinere Probleme zu analysieren und zu beheben.
Ein Schlüsselfaktor sei, die Reifen vom ersten Umlauf an ins richtige Arbeitsfenster zu bringen. „Nichts Unerwartetes“, betonte Ioverno – doch klar ist: Will Ferrari McLaren hinter WM-Spitzenreiter Mercedes unter Druck setzen, muss in Suzuka ein spürbarer Schritt nach vorn gelingen.