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Schumachers klares Urteil zu Verstappen und dem "Fat Bull"

Schumacher watscht „Fat Bull“ ab

Max Verstappen lässt kein gutes Haar an der neuen Formel 1 - Ralf Schumacher kritisiert die andauernden Beschwerden des Ex-Weltmeisters - und legt den Finger in die Wunde.
Sky-Experte Ralf Schumacher spricht über die Auseinandersetzung zwischen Christian Horner und Jos Verstappen beim Silverstone-Grand-Prix.
Max Verstappen lässt kein gutes Haar an der neuen Formel 1 - Ralf Schumacher kritisiert die andauernden Beschwerden des Ex-Weltmeisters - und legt den Finger in die Wunde.

In der Formel 1 tut sich Max Verstappen im schwächelnden Red Bull derzeit schwer. Stattdessen setzt er seine Ausrufezeichen auf der Nordschleife des Nürburgrings. Dort dominiert er trotz nachträglicher Disqualifikation wegen eines Formfehlers mittlerweile auch im Mercedes-AMG GT3 und sorgt für einen neuen Motorsport-Boom in Deutschland. 

Damit hat er sich auch beim Sky-Experten Ralf Schumacher Respekt verschafft: „Das muss man erst mal schaffen“, betont der ehemalige Formel-1-Star bei SPORT1 und lobt: „Er war ja auch die meiste Zeit schneller als seine Teamkollegen.“ Daneben sieht Schumacher einen positiven Effekt fürs Gesamtprodukt: „Insgesamt bringt das natürlich Aufmerksamkeit. Jeder freut sich, dass er da ist.“

Allein: Parallel wächst die Unzufriedenheit des Weltmeisters mit der Formel 1. Unter den neuen Regeln mit 50 Prozent Elektroanteil und ausuferndem Energiemanagement kann der Niederländer kaum noch den Unterschied machen.

Schumacher: Verstappen-Aussagen „teilweise überzogen“

Für Schumacher ist seine schlechte Laune deshalb zumindest nachvollziehbar: „Er hat ja einen Punkt: Wir wollen den schnellsten Rennfahrer sehen, nicht den besten Elektroingenieur. Ein Klassefahrer wie Max Verstappen kann seine Vorteile so nicht ausspielen – und das nervt ihn.“

Gleichzeitig warnt der Deutsche vor Übertreibungen: „Die Formel 1 hat ihr Problem erkannt und arbeitet daran. Eine Meinung zu haben, ist völlig in Ordnung. Aber irgendwann muss man auch ein Ende finden. Diese Aussagen sind teilweise überzogen.“

Schumacher nimmt deshalb das Umfeld des viermaligen Weltmeisters in die Pflicht. „Ich glaube, ihm fehlt da jemand an der Seite, der ihn auch mal ein bisschen einnordet und vielleicht zu seinem Glück zwingt.“

Verstappen zu Mercedes? Schumacher gibt Urteil ab

Sein Rennfahrer-Glück könnte Verstappen derweil künftig nicht nur auf der Nordschleife im Mercedes suchen. Zuletzt haben sich die Gerüchte über einen Wechsel des Ex-Champions in den Silberpfeil wieder intensiviert.

Logisch: Mercedes ist auch in der Formel 1 wieder siegfähig und lockt damit natürlich auch Stars vom Kaliber eines Max Verstappen. Doch der Sky-Experte glaubt nicht an einen Umstieg: „Für mich ist das gar nicht klar, dass er zu Mercedes geht“, betont Schumacher.

Im Gegenteil, so der Kerpener: „Max hat selbst gesagt, dass er im Optimalfall bei Red Bull in Rente gehen möchte. Ich glaube nicht, dass er das sinkende Schiff einfach verlassen wird.“ Stattdessen erwartet Schumacher eine Gegenreaktion des Teams: „Red Bull wird eher versuchen, sich personell wieder neu aufzustellen.“

„Der sogenannte ‚Fat Bull‘ ist einfach zu schwer“

Leicht wird das Comeback der Roten Bullen allerdings nicht. „Der Motor ist okay“, räumt Schumacher zwar ein. Sein Fazit zum Gesamtpaket der ehemaligen Dauersieger fällt aber vernichtend aus: „Der Red Bull ist gelinde gesagt eine Katastrophe. Vielleicht sollte man sich beim Juniorteam mal das Auto holen. Ich glaube, damit wäre Max deutlich schneller.“

Ein Kernproblem sei demnach das Gewicht. „Der sogenannte ‚Fat Bull‘ ist einfach zu schwer“, legt Schumacher den Finger verbal in die Bullen-Wunde. „Es sind wohl nicht nur zehn, sondern eher 20 Kilo Übergewicht.“ Die Folge: „Wenn sie zehn Kilo zu viel haben, verlieren sie im Schnitt schon mehrere Zehntel pro Runde. Dann haben sie natürlich keine Chance.“

Das dürfte auch an diesem Wochenende auf Verstappens Paradestrecke in Suzuka nicht besser werden und weiter Einfluss auf Verstappens Laune haben. Und auch auf seine Wechselabsichten …

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