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"Ich finde keine Worte, mir kommen die Tränen"

Sieger Antonelli vergießt Tränen

Kimi Antonelli krönt sich in Shanghai zum zweitjüngsten Sieger in der Formel 1. Mercedes bejubelt einen Doppelsieg.
Kimi Antonelli schreibt Formel-1-Geschichte. Der 19-jährige Mercedes-Pilot gewinnt den Großen Preis von China und wird zum zweitjüngsten Grand-Prix-Sieger aller Zeiten.
Kimi Antonelli krönt sich in Shanghai zum zweitjüngsten Sieger in der Formel 1. Mercedes bejubelt einen Doppelsieg.

„Ich bin so glücklich, es war ein unglaublicher Tag. Ich bin so glücklich, dass ich mir einen so großen Traum heute erfüllen konnte.“ Mit diesen Worten fasste Kimi Antonelli seinen Sieg mit historischer Note auf der Pressekonferenz nach dem Rennen emotional zusammen. Nicht die einzigen Emotionen des Tages. Zuvor flossen bereits Tränen.

Der Grund: Antonelli hat sich beim Großen Preis von China auf dem Shanghai International Circuit mit 19 Jahren und 202 Tagen zum zweitjüngsten Sieger in der Formel 1 der Geschichte gekrönt.

Beim Siegerinterview fließen die Tränen

„Glückwunsch mein Sohn“, funkte Vater Marco Antonelli seinem Sohn zu. „Ja, wir haben es geschafft, wir haben es geschafft“, schrie der Sohnemann seine Freude heraus.

Beim Siegerinterview flossen beim Glücklichen die Tränen.

„Ich finde keine Worte, mir kommen die Tränen“, sagte Antonelli und wischte sich immer wieder über die feuchten Wangen: „Ich danke meinem Team, das mir geholfen hat, diesen Traum zu erreichen.“

Der Italiener verwies seinen Teamkollegen George Russell sowie Ferrari-Pilot Lewis Hamilton auf die Plätze. „Ich freue mich sehr für ihn. Er hat ja meinen Platz dort übernommen und es ist toll zu sehen, wie gut bei Mercedes gerade alles läuft”, sagte der siebenmalige Weltmeister im Anschluss auf der harmonischen Pressekonferenz der drei Akteure auf dem Treppchen.

„Ziehvater“ Wolff lobt

Für den deutschen Rennstall Mercedes bedeutete der Erfolg in China den zweiten Doppel-Sieg im zweiten Rennen der Saison. Bereits beim Saisonauftakt in Australien gewann mit Russell ein Silberpfeil.

Dort hatte sich Antonelli noch hintenanstellen müssen. Nun verewigte sich der junge Italiener, der bereits am Samstag den Rekord für den jüngsten Polesetter aller Zeiten errungen hatte, erneut in den Geschichtsbüchern. Er überholte damit Sebastian Vettel als zweitjüngsten Sieger in der F1-Geschichte. Der Deutsche war beim Sieg in Italien 21 Jahre und 73 Tage alt.

Auch „Ziehvater” und Mercedes-Teamchef Toto Wolff zeigte sich am Sky-Mikrofon stolz. „Wir haben ihn bei uns im Juniorteam, seitdem er elf ist. Er hat einen unglaublichen Weg gemacht”, benennt Wolff den Grund für das besondere Verhältnis zum Italiener. Der wiederum bedankte sich: „Er hat mir die Möglichkeit gegeben in der Formel 1 zu fahren und ich bin ihm sehr dankbar.“

Ernüchterung bei Verstappen

Nur ein Fahrer war bei seinem ersten Grand-Prix-Sieg jünger: Max Verstappen. Der viermalige Weltmeister war bei seinem Coup in Spanien im Jahr 2016 erst 18 Jahre und 228 Tage alt. „Er ist schnell. Es wird nicht sein letzter Sieg gewesen sein“, lobte der Red-Bull-Pilot den jungen Italiener.

Verstappen wiederum erlebte einen schweren Tag. Der Niederländer musste in Runde 46 auf Rang sechs liegend seinen Red Bull aufgrund von Problemen am Auto abstellen. „Es war ein Problem mit der Kühlung“, bestätigte Verstappen im Anschluss an das Rennen.

Ein ähnliches Schicksal ereilte mit Lando Norris auch einen weiteren Weltmeister. Er und Teamkollege Oscar Piastri konnten das Rennen in China aufgrund verschiedener Probleme überhaupt nicht aufnehmen und sorgten für ein Drama beim britischen Rennstall McLaren.

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