Max Verstappen hat in der Formel-1-Pause den nächsten Ausflug auf die Nordschleife des Nürburgrings unternommen – und mal wieder einen Sieg gefeiert. Der viermalige Weltmeister gewann am Samstag in einem Mercedes-AMG GT3 das Vier-Stunden-Rennen der Nürburgring-Langstreckenserie (NLS), er teilte sich dabei das Auto mit Daniel Juncadella (Spanien) und Jules Gounon (Frankreich).
Max Verstappen siegt in deutschem Mekka erneut
Verstappen siegt in deutschem Mekka
„Eine wirklich gute Erfahrung für mich. Ich habe mich sehr wohlgefühlt im Auto“, sagte Verstappen nach seinem Erfolg. Der „alte Schauplatz“ sei verblüffend, die Nordschleife einer der „verrücktesten Kurse der Welt – auf eine gute Art. Ich bin glücklich, dass ich dabei sein konnte.“
Schon sein GT3-Debüt auf der etwa 25 Kilometer langen Variante in der Eifel hatte Verstappen im September 2025 gewonnen – allerdings war die Konkurrenz dieses Mal noch deutlich größer als im vergangenen Jahr.
Der Sieg war am Samstag aber gar nicht das wichtigste Ziel, auch dieses Rennen war in erster Linie Training für den großen Traum: Am 14. und 15. Mai wird Verstappen erstmals die legendären 24 Stunden in der Eifel fahren, „das steht schon lange auf meiner Wunschliste“, sagt er.
Verstappen trotzt Formel-1-Frust
In der Formel 1 durchlebt der einstige Serienweltmeister momentan schwierigere Zeiten, unter dem neuen Reglement fährt er im Red Bull nur hinterher. Am kommenden Wochenende (29. März) steht in Japan das dritte Saisonrennen an.
Auf der Nordschleife hatte Verstappen im Qualifying die schnellste Runde gedreht, nach dem rollenden Start verteidigte er die Führung zunächst souverän – musste sie allerdings noch vor Ende der ersten Runde abgeben. Auf der Döttinger Höhe, einer gut zwei Kilometer langen Geraden, saugte sich Audi-Pilot Christopher Haase im Windschatten heran und hatte keine Mühe vorbeizuziehen.
Im oft dichten Verkehr der deutlich langsameren Fahrzeuge aus den leistungsschwächeren Klassen fand Verstappen dann lange keinen Weg vorbei an Haase. Nach etwa einer Stunde gelang es dann doch, unmittelbar danach gingen beide an die Box und gaben das Auto weiter.
Juncadella und Gounon verteidigten die Führung anschließend teils mit größter Mühe, vor allem Gounon hatte mit dem auf Platz zwei vorgefahrenen BMW-Pilot Dan Harper zu kämpfen. Nach einer Berührung mit einem überrundeten Porsche Cayman bei einem Überholmanöver wurde der Brite aber mit einer Longlap-Strafe belegt und fiel zurück. Verstappen hatte bei seinem zweiten Stint danach keine Probleme, die komfortable Führung in der letzten Stunde zu verteidigen – und baute sie sogar auf rund eine Minute aus.