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Aus dem tiefen Tal in den Himmel

Aus dem tiefen Tal in den Himmel

George Russell befördert sich an einem Wochenende aus „der manischen Depression“ in einen „Himmel voller Rosen“, wie sein Boss Toto Wolff zusammenfasst.
George Russell gewinnt den Grand Prix von Spielberg. Hinter dem Engländer brilliert Max Verstappen - Ferrari enttäuscht dagegen.
George Russell befördert sich an einem Wochenende aus „der manischen Depression“ in einen „Himmel voller Rosen“, wie sein Boss Toto Wolff zusammenfasst.

George Russell stieg aus dem Auto aus und breitete seine Arme aus als könnte er fliegen. Völlig losgelöst feierte der Brite seinen Sieg beim Großen Preis von Österreich – und damit das Ende seiner Leidenszeit.

Am 8. März feierte der Mercedes-Pilot in Australien den perfekten Start in die Saison mit einem überlegenen Sieg. Doch in den vergangenen dreieinhalb Monaten machte er dann eine schwere Zeit durch. Es folgte kein weiterer Erfolg im mit Abstand stärksten Auto der Formel 1.

Viel schlimmer für den 28-Jährigen: Sein zehn Jahre jüngerer Teamkollege Kimi Antonelli, die vermeintliche Nummer zwei des Rennstalls, etablierte sich plötzlich als Seriensieger und zog in der Fahrerwertung davon.

Russell meldet sich zurück: „Himmel ist wieder voller Rosen“

Dabei hatte Russell nach Jahren im Schatten von Lewis Hamilton nun ins Licht treten wollen. Teamchef Toto Wolff meinte bei Sky deshalb recht deutlich: „Manchmal habe ich das Gefühl, wir sind hier manisch depressiv. Wenn man über seine Form vor 36 Stunden geredet hat, dann haben alle gesagt, dass es gar nicht klappt. Jetzt ist der Himmel wieder voller Rosen. Es geht um eine Weltmeisterschaft. Da spielt er immer noch mit, sehr stark sogar.“

Jetzt ist Russell wieder Zweiter in der WM und auf 40 Zähler dran an an Antonelli. Die Lage ist wieder vielversprechend.

Russell blickte deshalb auch positiv nach vorne: „Wir haben schwierige Monate hinter uns. Dieses Wochenende war sehr wichtig für mich. Ich musste mich daran erinnern, dass ich es schaffen kann. Ich war auf einer Strecke stark, die mir vielleicht nicht am allerbesten liegt.“