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Brisanter Zoff in der Formel 1 eskaliert

Briatore erhebt schwere Vorwürfe

Das monatelange Gezerre um den dritten Platz von Monaco treibt die Formel 1 immer noch um. Nach dem finalen Urteil erhebt Flavio Briatore brisante Vorwürfe - und kassiert einen Konter von McLaren.
Flavio Briatore erhebt schwere Vorwürfe
Flavio Briatore erhebt schwere Vorwürfe
© IMAGO/NurPhoto
Das monatelange Gezerre um den dritten Platz von Monaco treibt die Formel 1 immer noch um. Nach dem finalen Urteil erhebt Flavio Briatore brisante Vorwürfe - und kassiert einen Konter von McLaren.

Der Streit um Pierre Gaslys abgesprochenen Podestplatz beim Großen Preis von Monaco schien beendet – doch nun hat der Fall am Rande des Grand Prix von Monza eine neue Eskalationsstufe erreicht.

Alpine-Teamchef Flavio Briatore erhob nach der Entscheidung des Internationalen Berufungsgerichts der FIA schwere Vorwürfe gegen einen der beteiligten Richter und stellte dessen Unabhängigkeit öffentlich infrage.

Hintergrund ist die juristische Aufarbeitung des Monaco-Rennens Anfang Juni. Gasly war ursprünglich als Dritter ins Ziel gekommen, wurde wegen zweier Verstöße gegen das Tempolimit in der Boxengasse jedoch nachträglich zurückgestuft. Alpine legte Einspruch ein und bekam zunächst Recht, nachdem Messfehler eingeräumt worden waren.

Briatore erhebt brisante Vorwürfe

Doch nach einer Berufung von McLaren und Red Bull hob das Internationale Berufungsgericht diese Entscheidung jüngst wieder auf. Die ursprünglichen Zehn-Sekunden-Strafen bleiben letztlich bestehen, Gasly fiel vom dritten auf den siebten Platz zurück. Isack Hadjar rückt auf Rang drei vor.

Auf einer Pressekonferenz in Monza reagierte Briatore mit scharfer Kritik. Der Alpine-Verantwortliche behauptete, einer der vier Richter habe enge Verbindungen zu McLaren und sei deshalb befangen gewesen. Konkret verwies Briatore auf frühere öffentliche Auftritte des Richters Filippo Marchino bei Veranstaltungen mit Bezug zum Formel-1-Team aus Woking. „Ein Richter muss normalerweise völlig unabhängig sein“, erklärte der Italiener und bezeichnete die Zusammensetzung des Gremiums als „sehr unfair“.

Briatore weiter: „Wir haben ein schönes Foto, auf dem dieser Typ 2018 bei MSO Beverly Hills eine Rede für McLaren hält. Er hat eine Stiftung namens One Drop Foundation, und McLaren hat zwei oder drei Autos gespendet. Das war ziemlich unfair.“

Besonders deutlich wurde Briatore mit seiner Behauptung, der betreffende Richter habe sich während der Anhörung „wie ein Staatsanwalt“ verhalten und Alpine, die FIA sowie die Formel-1-Verantwortlichen ungewöhnlich aggressiv befragt.

„Ziemlich beleidigend für McLaren“

McLaren-Teamchef Andrea Stella wies die Vorwürfe umgehend zurück. Der Italiener zeigte sich irritiert über die Anschuldigungen und sprach von Aussagen, die dem Ruf seines Teams schaden könnten. „Ich finde, dass diese Konferenz in eine Richtung geht, die ziemlich beleidigend für McLaren und für den Ruf eines Teams ist, das viel Respekt verdient“, sagte er.

Stella betonte, das Verfahren vor dem Internationalen Berufungsgericht sei „nach höchsten Standards“ geführt worden. Wer derart schwerwiegende Vorwürfe erhebe, müsse dafür auch die Verantwortung übernehmen.

Auch Alpine selbst reagierte nach dem Urteil mit Enttäuschung. In einer offiziellen Stellungnahme erklärte der Rennstall, man akzeptiere die Entscheidung des Berufungsgerichts, halte jedoch weiter an der Auffassung fest, dass Gasly das Tempolimit in Monaco nicht überschritten habe.

Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.