MotoGP>

Irrer Jubel-Fail: MotoGP-Star stürzt bei Sieges-Wheelie

MotoGP-Star stürzt bei Sieges-Wheelie

Kuriose Szenen bei der MotoGP in Austin: Jorge Martín feiert seinen Sieg ungeschickt und stürzt beim Jubel-Wheelie.
Jorge Martín stürzte beim Sieges-Wheelie
Jorge Martín stürzte beim Sieges-Wheelie
© X/MotoGP
Kuriose Szenen bei der MotoGP in Austin: Jorge Martín feiert seinen Sieg ungeschickt und stürzt beim Jubel-Wheelie.

Jorge Martín hat den Sprint beim Grand Prix der USA in Austin gewonnen – und sorgte dennoch für Kopfschütteln. Der Aprilia-Pilot feierte seinen ersten Sieg in der MotoGP seit seinem Titelgewinn 2024 mit einer ausgedehnten Wheelie-Einlage auf der Auslaufrunde – und landete auf dem Asphalt.

Der 28-Jährige riss auf der Gegengeraden vor vollen Tribünen das Vorderrad hoch, verlor beim Aufsetzen jedoch die Kontrolle über seine RS-GP und stürzte. Martín blieb unverletzt, schlug frustriert die Hände vors Gesicht, konnte aber aus eigener Kraft ins Fahrerlager zurückkehren.

Jubel-Fail in der MotoGP: „Ich wusste, dass ich stürzen werde“

„Beim Wheelie wusste ich, dass ich irgendwann stürzen werde“, verriet Martín im Anschluss: „Ich bin im zweiten, dritten Gang gefahren, habe gemerkt, dass das Bike nicht richtig hochkommt und ich das Vorderrad nicht kontrollieren kann. Im vierten Gang – und sobald ich wieder aufgesetzt habe, bin ich gestürzt.“

Wenn du hier klickst, siehst du X-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von X dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
IMMER AKZEPTIEREN
EINMAL AKZEPTIEREN

Er entschuldigte sich bei seinem Team: „Es tut mir leid für die Mannschaft. Aber heute werden sie trotzdem glücklich arbeiten. Kein Problem.“

Martín gelingt Taktik-Coup gegen Bagnaia

Sportlich war es ein echtes Ausrufezeichen. Martín hatte sich nur Startplatz sieben gesichert, mehr als eine halbe Sekunde hinter Polesetter Fabio Di Giannantonio. Früh arbeitete er sich auf Rang zwei nach vorne, wurde jedoch in Runde sieben von Teamkollege Marco Bezzecchi überholt.

Die Vorentscheidung fiel über die Reifenwahl. Martín setzte auf den haltbareren Medium-Hinterreifen, während viele Konkurrenten auf Soft vertrauten. Als Bezzecchi drei Runden vor Schluss stürzte, schloss Martín rasant zu Francesco Bagnaia auf.

In Kurve zwölf setzte er innen die entscheidende Attacke gegen die Ducati und sicherte sich seinen ersten Sprint-Sieg seit über 500 Tagen.

Bagnaia nahm Martíns Jubel mit Humor: „Es ist lange her, dass ich einen Wheelie gemacht habe. Mein Team baut mir ein Bike, mit dem ich keinen Wheelie fahren kann. Dieses Gefühl kenne ich nicht.“

Schwieriger Weg zurück

Hinter dem Triumph steckt ein steiniger Weg. Nach seinem Wechsel von Pramac-Ducati ins Aprilia-Werksteam war Martíns Saison 2025 von Verletzungen geprägt, zwei Operationen im Winter inklusive.

„Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie tief ich vergangene Saison war, wie sehr ich von dieser Welt und von MotoGP abgekoppelt war. Ich wollte wirklich nicht zurückkommen. Und jetzt bin ich hier“, sagte er. „Ich bin so glücklich und dankbar gegenüber Aprilia.“

Ganz fit ist er noch nicht: „Jetzt habe ich ziemliche Schmerzen in der linken Hand. Die Anstrengung war riesig. Als ich gesehen habe, dass ich gewinnen kann, habe ich 110 Prozent gegeben.“