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Olympia: Deutsches Duo auf Kurs Gold und Silber!

Deutscher Doppelsieg winkt!

Die beiden deutschen Rodlerinnen Merle Fräbel und Julia Taubitz nehmen einen Doppelsieg ins Visier. Die Konkurrenz hingegen patzt.
Deutschland holt bei den Olympischen Spielen in Italien seine erste Goldmedaille! Rodler Max Langenhan rast im Cortina Sliding Center mit vier Bestzeiten souverän zum Sieg.
Die beiden deutschen Rodlerinnen Merle Fräbel und Julia Taubitz nehmen einen Doppelsieg ins Visier. Die Konkurrenz hingegen patzt.

Im Eiskanal von Cortina bahnt sich ein Tausendstel-Krimi um das nächste deutsche Rodel-Gold an - und auch Silber scheint bereits sicher: Einen Tag nach dem Olympiasieg von Max Langenhan im Einsitzer führt Weltmeisterin Julia Taubitz nach zwei Läufen, allerdings lauert die erst 22 Jahre alte Merle Fräbel bei ihrem Olympia-Debüt nur 61 Tausendstelsekunden dahinter.

„Der zweite Lauf war supergeil. Da war ich im Flow und konnte es echt genießen“, sagte Taubitz strahlend. Doch auch Fräbel hat noch etwas vor: „Ich bin noch mit dabei, und nach hinten ist Platz - das gibt natürlich Ruhe. Morgen wird wieder angegriffen“, sagte sie mit einem Lächeln und sah sich in ihrer Vorahnung bestätigt: „Im Abschlusstraining war schon abzusehen, dass es ein Battle zwischen uns wird.“

Rodeln: Berreiter mit Mini-Chance auf Bronze

Anna Berreiter hat mit der Entscheidung nichts mehr zu tun, die Olympiazweite von Peking darf aber noch zart auf Bronze hoffen. Der Neuntplatzierten fehlen zwar 0,867 Sekunden auf Taubitz, sie liegt aber weniger als vier Zehntel hinter der bei Halbzeit drittplatzierten Lettin Elina Bota.

Fräbel hatte im ersten Lauf einen Bahnrekord im Cortina Sliding Centre erzielt, im zweiten leistete sie sich einen kleinen Fehler. Das nutzte Taubitz eiskalt aus. Die Entscheidung fällt am Dienstag, wo noch zwei weitere Läufe anstehen (17.00/18.41).

Rodeln: Nachfolgerin von Geisenberger gesucht

Taubitz, die vor vier Jahren in Peking im zweiten Lauf gestürzt und in der Folge nur Siebte geworden war, will in Norditalien ihr olympisches Trauma überwinden. Gesucht wird die Nachfolgerin der mittlerweile zurückgetretenen Natalie Geisenberger, die in Peking mit ihren Goldmedaillen fünf (Einzel) und sechs (Teamstaffel) zur erfolgreichsten deutschen Winter-Olympionikin aufgestiegen war.

Im Weltcup hatte sich aufgrund einer großen Leistungsdichte in der Spitze keine Topfavoritin für das Saisonhighlight in Norditalien herauskristallisiert. Viele Konkurrentinnen patzten am Montag, darunter auch die Weltcupführende Lisa Schulte (Österreich).

Rodeln: Deutschland seit 1998 im Damen-Einzel immer vorne

Die deutschen Frauen wollen an den goldenen Auftakt von Langenhan anknüpfen, der am Sonntag überlegen mit vier Bahnrekorden zu seinem ersten Olympiasieg gerast war. Und historisch gesehen stehen die BSD-Athletinnen unter Druck: Seit 1998 kam die Olympiasiegerin im Einsitzer der Frauen stets aus Deutschland.