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Olympia: Japaner schnappt Topfavorit Gold weg

Japaner schnappt Topfavorit Gold weg

Yuto Totsuka verwehrt dem australischen Topfavoriten Scotty James den ersehnten Triumph.
Im ersten Durchgang Slopestyle der Damen löst sich die Bindung der Schweizerin Sarah Höfflin. Diese lässt sich davon nicht beeindrucken und führt den Trick trotzdem sauber aus.
Yuto Totsuka verwehrt dem australischen Topfavoriten Scotty James den ersehnten Triumph.

Der japanische Snowboarder Yuto Totsuka hat Topfavorit Scotty James geschlagen und sich das prestigeträchtige Gold in der Halfpipe gesichert.

Der Weltmeister von 2021 verwies den Australier, der viermal Weltmeister war sowie bei Olympia Dritter und Zweiter, in einem packenden Wettkampf auf höchstem Niveau in Livigno erneut auf den Silberrang. Bronze ging an Totsukas Landsmann Ryusei Yamada.

Olympia: Totsuka stürzt und jubelt trotzdem

Totsuka (24) setzte sich im zweiten von drei Läufen mit sehr starken 95,0 Punkten an die Spitze und behauptete diese auch im entscheidenden letzten Run. James (31), der 2018 Bronze und 2022 Silber gewonnen hatte, stürzte im ersten Lauf. Seine 93,5 Punkte aus dem zweiten Run reichten aber zu Platz zwei vor Yamada (92,0).

Im letzten Durchgang hätte sich alles noch einmal wenden können: Totsuka stürzte am Ende seines Laufs auf die Pipe-Kante, berappelte sich aber schnell und nahm sein Malheur mit einem Lächeln - einem goldenen, wie sich herausstellte.

Denn James, letzter Athlet am Start, zeigte zwar einen herausragenden Run, allerdings nur bis zum letzten Sprung, den er nicht sauber landen konnte. Er sank enttäuscht auf die Knie.

James verpasst schon wieder Gold

Fünfmal hat es James bei Olympia versucht, mehr als Silber sprang bisher nicht heraus. Bei den Spielen von Pyeongchang 2018, seinen dritten, stand er neben Snowboard-Legende Shaun White (USA) und Ayumu Hirano (Japan) mit Bronze zum ersten Mal auf dem Podium.

Vier Jahre später musste er sich nur dem Japaner geschlagen geben, White wurde bei seinen letzten Spielen Vierter.

Hirano, der Olympiasieger von 2022 und Zweite der Spiele von 2018 sowie 2014, kam in Italien mit 86,5 Punkten nur auf Platz sieben. Christoph Lechner, bei den Weltmeisterschaften in der Schweiz 2025 noch starker Vierter, war in der Qualifikation ausgeschieden. Nach Stürzen in beiden Läufen landete er als 24. ganz unten im Klassement.