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Olympia 2026: Debakel droht! "Es ist ein deutsches Drama"

Deutsches Debakel droht

Den deutschen Kombinierern drohen die ersten Winterspiele seit 2010 ohne Einzelmedaille - Nicht nur Vincenz Geiger ist nach dem Springen schwer geknickt.
Vinzenz Geiger und das deutsche Team erleben die nächste Enttäuschung
Vinzenz Geiger und das deutsche Team erleben die nächste Enttäuschung
© IMAGO/GEPA pictures
Den deutschen Kombinierern drohen die ersten Winterspiele seit 2010 ohne Einzelmedaille - Nicht nur Vincenz Geiger ist nach dem Springen schwer geknickt.

Der zweimalige Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger ist schwach in den Wettkampf von der Großschanze gestartet und hat kaum noch eine Medaillenchance. Der Oberstdorfer flog in Predazzo nur auf 120,5 m und geht 1:43 Minuten nach dem führenden Japaner Ryota Yamamoto als 18. in den 10-km-Skilanglauf ab 13.45 Uhr in Lago di Tesero.

„Das ist ein Witz“, sagte Geiger frustriert: „Es ist sehr, sehr bitter, aber es war einfach nicht gut genug.“ Außerdem habe das deutsche Team „in unserer Phase sehr schlechte Bedingungen gehabt“.

Auch Routinier Johannes Rydzek, 2018 erster deutscher Olympiasieger von der Großschanze, liegt nach einem Sprung auf 123,5 m als 15. (+1:23) weit zurück. Team-Weltmeister Julian Schmid schob sich als 16. (+1:35) zwischen seine Teamkollegen.

Deutschen Kombinierern droht ein seltenes Debakel

„Ich habe nicht das hingekriegt, was ich mir vorgenommen habe“, gab Rydzek zu. Schmid bekannte sich „leider nicht wohlgefühlt“ zu haben: „Ich hatte eigentlich zehn Sprünge, um mich drauf einzustellen, aber das ist mir leider nicht gelungen. Das nervt mich ein bisschen.“

Kommentator Torsten Püschel zog in der ARD ein drastisches Fazit: „Es ist ein deutsches Drama. Alle Nationen liefern ab. Das ist eine herbe Enttäuschung.“

TV-Experte Sven Hannawald ergänzte: „Sie haben große Probleme, mit der Schanze zurechtzukommen. Mir ist der Weg der Beschleunigung am Tisch zu kurz. Das sieht eigentlich alles gut aus, aber dieses unten wegfliegen, um diese vier, fünf Meter rauszuholen, das fehlt mir.“

Von einem Drama wollte er nicht unbedingt reden - doch auch Hannawald betonte, dass die „Kombinierer eigentlich immer abgeliefert haben und Medaillen geholt haben“. Danach sieht es diesmal nicht aus.

Den Olympiasieg machen der Norweger Jens Luraas Ofetbro und der Österreicher Johannes Lamparter wohl unter sich aus. Superläufer Oftebro, der von der Normalschanze Gold geholt hatte, startet als Fünfter mit nur 22 Sekunden Rückstand. Oftebro wird wohl schnell zu Weltcup-Spitzenreiter Lamparter auflaufen, der als Zweiter 14 Sekunden vor ihm startet.

Im Wettkampf von der Normalschanze waren die deutschen Kombinierer zum Auftakt ohne Medaille geblieben, mehr als Rang acht durch Rydzek war nicht drin. Es drohen die ersten Winterspiele seit 2010 ohne Einzelmedaille.

----- mit Sport-Informations-Dienst