Er hat es geschafft! Johannes Lochner hat zusammen mit Anschieber Georg Fleischhauer die Goldmedaille im Zweierbob bei den Olympischen Winterspielen gewonnen. Für den 35-Jährigen, der nach dem Großevent seine Karriere beendet, ist es das erste olympische Gold in seiner Laufbahn.
Deutscher Bob-Wahnsinn! "Es gibt nichts Geileres"
Deutscher Bob-Wahnsinn!
Doch damit nicht genug, denn auch Silber und Bronze gingen an Deutschland! Lochners Dauerrivale Francesco Friedrich musste sich mit Anschieber Alexander Schüller mit dem zweiten Platz zufriedengeben (+1,34s). Friedrich gewann bei den Winterspielen 2018 sowie 2022 Gold im Zweierbob.
Lochner: „Es gibt nichts Geileres“
Dritter wurde bei seinem Olympia-Debüt Bob-Pilot Adam Ammour zusammen mit Alexander Schaller (+1,82s). Nach der Bob-Show steht das deutsche Team bei fünf Gold-, acht Silber- sowie sieben Bronzemedaillen.
„Es gibt nichts Geileres, als wenn ein Plan so aufgeht. Ich bin selten sprachlos gewesen in meiner Karriere, aber jetzt ist es gerade einfach ein Glücksgefühl. Der große Vorsprung ist unfassbar, dass wir das hinbekommen haben“, jubelte Lochner nach dem Triumph in der ARD.
Für Lochner ist es die dritte Olympiamedaille: Vor vier Jahren war er gut dabei, aber er biss sich im Zweier und im Vierer die Zähne an Friedrich aus - überhaupt war das über Jahre die Geschichte seiner Karriere.
„Hansi wäre einer der erfolgreichsten Bobfahrer aller Zeiten, wenn nicht dummerweise Francesco Friedrich gleichzeitig dagewesen wäre“, sagte Bundestrainer René Spies.
Dauerrivale erkennt „verdienten Sieg“ an
Diese Goldmedaille „gönnen wir ihm alle sehr“. Auch Dauerrivale Friedrich würdigte den „verdienten Sieg, er war das ganze Jahr besser, ganz einfach“, sagte der Silbergewinner: „Das muss man anerkennen.“
Nach den ersten drei Durchläufen sowie im Weltcup hatte sich die Dominanz von Lochner schon abgezeichnet. Er war mit sechs Siegen in sieben Zweier-Rennen im Gepäck nach Cortina gereist.
„Im Zweier kann ich mich nur selbst schlagen“, sagte Lochner im Vorfeld selbstbewusst im Interview mit Münchner Merkur/tz. Er ließ seiner Ankündigung Taten folgen.