Der deutsche Rodler Max Langenhan hat sich nach vier eindrucksvollen Läufen zum Olympiasieger gekürt. Im Ziel ließ er seinen Emotionen freien Lauf. „Das letzte Mal habe ich geheult, als meine Hand operiert wurde und meine Knochen zersägt wurden.“
Olympia 2026: Gold-Rodler Langenhan weint plötzlich traurige Tränen
Gold-Rodler weint bittere Tränen
Auf Nachfrage von SPORT1 erzählte er, dass die Emotionen nach seinem Erfolg diesmal auf viele Faktoren zurückzuführen seien.
„Wenn Menschen, die so viel Anteil an diesem Erfolg haben, das nicht miterleben können, ist das einfach traurig“, sagte Langenhan mit Tränen in den Augen. Der 26-Jährige erzählte, dass er die Goldmedaille seinem Trainer, „der viel zu früh verstorben ist”, widme. „Ich weiß, dass er sich an einem anderen Ort für mich freuen wird“, betonte Langenhan.
Medaille in 1000 Stücke aufteilen
Gleichzeitig fühlte sich der deutsche Rodler fast schon unwohl, alleine mit der Medaille um den Hals. „Am liebsten würde ich sie in 1000 kleine Stücke aufteilen und jeder Person umhängen, die einen Anteil an meinem Erfolg hat. Es fühlt sich komisch an, dass ich der Einzige bin, der eine trägt.“
Umso mehr freue sich der Olympiasieger auf den Abend im Deutschen Haus, um den Triumph mit seinen Freunden teilen zu können. „Ich möchte allen meine Medaille umhängen und dann in Ruhe einen Negroni schlürfen, so wie man das hier in Italien so schön macht“, kündigte Langenhan an.
„Jedes Land könnte neidisch sein“
Am Donnerstag möchte er mit der Teamstaffel für Deutschland nochmals angreifen und um eine weitere Medaille kämpfen. Trotz seiner starken Nackenschmerzen in den letzten Tagen blickte er zuversichtlich auf die kommende Woche.
„Wir haben die weltbesten Ärzte und Physios dabei, jedes Land könnte darauf neidisch sein“, lobte er das medizinische Team. „Die investieren viele Stunden in meinen Körper. Sie haben es sogar hinbekommen, dass ich auf die Spritze verzichten konnte“, merkte Langenhan an.