IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hat mit ihrem Auftritt auf der Abschlusspressekonferenz im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2026 für Verwunderung gesorgt. Die 42-Jährige wirkte äußerst unvorbereitet und ging ihr eigenes Team an.
Olympia 2026: Dreimal keine Ahnung! Dieser Auftritt wirft Fragen auf
Fragwürdiger Auftritt der IOC-Chefin
Bei drei Themenschwerpunkten wurde Coventry auf dem falschen Fuß erwischt. Zunächst wurde das IOC-Oberhaupt zur von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier infrage gestellten deutschen Olympia-Bewerbung für die Sommerspiele 2036 befragt.
Coventry hatte darauf keine passende Antwort. „Offen gesagt habe ich, und da schaue ich zu meinem Team, nicht auf dem Schirm, dass Deutschland etwas zu den Spielen 2036 gesagt hat. Also habe ich auch keine Meinung zu diesem Thema“, gestand sie vor den versammelten Journalisten.
Der Bundespräsident hatte jüngst kritisch auf eine deutsche Bewerbung aufmerksam gemacht. Eine deutsche Bewerbung für 2036 halte er für „historisch problematisch“. 1936 hatte das nationalsozialistische Regime die Sommerspiele in Berlin für Propagandazwecke missbraucht.
Coventry: „Vielleicht muss ich jemanden entlassen“
Als Coventry zu einer Enthüllung der New York Times befragt wurde, der zufolge der aktuelle Chef der russischen Anti-Doping-Behörde in das russische Dopingsystem verstrickt gewesen sein soll, war sie erneut überfragt.
Vorwurfsvoll wandte sie sich wieder an ihr Team: „Da muss ich wieder mein Team anschauen und vielleicht muss ich jemanden entlassen, weil ich dazu wieder nichts sagen kann. Aber ich wäre sehr daran interessiert, mehr darüber zu erfahren.“
Dass es sich um einen Bericht einer renommierten Zeitung handelte, stieß ihr in ihrer Ahnungslosigkeit noch mehr auf. „Es war in der New York Times. Leute, was ist da passiert? Wo sind wir hier?“, fragte Coventry ihre Mitarbeiter entgeistert.
Olympia: Coventry auch zu Infantino überfragt
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Deshalb fiel die IOC-Präsidentin kurz darauf zum dritten Mal mit ihrer Ahnungslosigkeit auf. Diesmal ging es um Gianni Infantino.
Der FIFA-Präsident verfügt über einen Sitz im IOC und nahm zuletzt außerdem an einer Sitzung des Friedensrates des amerikanischen Präsidenten Donald Trump teil. Dadurch entstand die Frage, ob er gegen das Neutralitätsgebot der olympischen Charta verstoßen habe.
„Auch das hatte ich nicht auf dem Schirm. Jetzt, wo sie es mir sagen, werden wir es uns anschauen“, erklärte Coventry und beendete damit ihren fragwürdigen Auftritt auf der denkwürdigen Pressekonferenz.