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Olympia 2026: Israel disqualifiziert eigenen Viererbob

Israel disqualifiziert eigenes Team

Der Vorwurf, eine Krankheit vorgetäuscht zu haben, veranlasst Israels Olympisches Komitee, sein eigenes Viererbob-Team zu disqualifizieren. Grund für das Vortäuschen: wahrer Teamgeist.
Als Weltcup-Fünfter geht der Österreicher Markus Treichl mit seinem Viererbob als Medaillenkandidat ins Olympia-Rennen. Unmittelbar nach dem Start sind alle Hoffnungen jedoch schon dahin, die Kommentatoren reagieren fassungslos.
Der Vorwurf, eine Krankheit vorgetäuscht zu haben, veranlasst Israels Olympisches Komitee, sein eigenes Viererbob-Team zu disqualifizieren. Grund für das Vortäuschen: wahrer Teamgeist.

Vor den entscheidenden Läufen im olympischen Viererbob-Wettbewerb hat das israelische Olympische Komitee (OIC) sein eigenes Team disqualifiziert. Der Verband teilte am Sonntagmorgen gegenüber der Times of Israel mit, zur Abmeldung seines eigenen Teams gezwungen zu sein.

Grund für diese Entscheidung: das Team wollte nach den ersten beiden Läufen seinem Ersatzfahrer Ward Fawarseh eine aktive olympische Teilnahme ermöglichen. Das Regelwerk lässt eine Umstellung des Teams allerdings nur bei Krankheit oder Verletzung zu. Laut des israelischen Verbandes soll sich demnach Uri Zisman absichtlich krankgemeldet haben.

Teamgeist endet in der Disqualifikation

Das Team des Viererbobs hielt zusammen und wollte seinem Ersatzfahrer den Platz ermöglichen. So solle sich Zisman sogar einer „ärztlichen Untersuchung unterzogen“ haben. Außerdem habe er Berichten zufolge eine eidesstattliche Erklärung unterzeichnet, „damit das Olympische Komitee die Genehmigung für einen Ersatzmann beantragen konnte.“

Nachdem die Lüge des Fahrers allerdings zugegeben wurde, bewertete das OIC diese Umstände als „unangemessen“ und als Verstoß „gegen faire und sportliche Verhaltensweisen“.

Nach den ersten beiden Läufen des Wettbewerbs lag das Team auf dem 24. Rang und war von Medaillenambitionen weit entfernt. Auf Instagram meldete sich Pilot AJ Edelmann nach der Disqualifizierung zu Wort, ohne auf die konkreten Vorwürfe einzugehen.

„Da unsere Platzierung vor dem letzten Lauf so gut wie feststand, war es uns wichtiger, dass unser Ersatzmann die Möglichkeit hatte, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Das Team entschied sich für den Wechsel“, schrieb der Bobfahrer. Er bedauere es ebenfalls, dass der Wettbewerb nicht das gewünschte Ende genommen habe, sei aber stolz auf die von ihnen geschriebene Geschichte.