Der olympische Shorttrack-Wettbewerb über 1500 Meter der Frauen ist von einem heftigen Sturz überschattet worden. Eisschnellläuferin Kamila Sellier kam im Viertelfinale zu Fall und zog sich dabei eine Gesichtsverletzung zu.
Olympia 2026: Kufe ins Gesicht! Blut-Sturz im Shorttrack
Blut-Sturz bei Olympia-Rennen
Die 25-Jährige befand sich zu diesem Zeitpunkt des Rennens auf Platz drei, als es in einer Kurve zum Sturz kam. Dabei rutschte sie über das Eis und wurde von der hinteren Kufenkante der US-Amerikanerin Kristen Santos-Griswold unter dem linken Auge getroffen. Die Szene führte unmittelbar zum Rennabbruch.
Olympia: Wunde wird in der Arena genäht
Medizinisches Personal war schnell zur Stelle und versorgte die blutige Gesichtswunde von Sellier mehrere Minuten auf dem Eis. Die Polin wurde dabei mit einer Plane abgeschirmt und anschließend auf einer Trage unter Applaus der Zuschauer aus der Halle gebracht. Dabei signalisierte sie mit einem Daumen nach oben Entwarnung.
Nach Informationen polnischer Funktionäre wurde die Wunde noch in der Arena versorgt. Konrad Niedzwiedzki, Chef de Mission der Polen, gab bekannt: „Die Schnittwunde an der Wange ist bereits genäht. Das Jochbein ist höchstwahrscheinlich verletzt. Es besteht eine deutliche Schwellung. Das Auge ist geschwollen, und es ist schwer zu sagen, was genau damit los ist, bis eine gründliche Untersuchung durchgeführt wurde Sie wurde sofort versorgt, alles lief nach Protokoll ab. Wir warten ab, was die Tests zeigen.“
„Das sind traurige Bilder“
Die polnische Shorttrackerin Natalia Maliszewska reagierte mit großem Mitgefühl auf die Geschehnisse. „Sie wurde auf perfide Weise im Gesicht getroffen. Solche Sprünge der Kufen kommen leider vor. Kamila war an einer sehr ungünstigen Stelle, es war einfach Zufall“, erklärte sie bei Eurosport Polen.
Maliszewska verriet, dass ihre Landsfrau bereits in der Vergangenheit eine ähnliche Wunde im Gesicht hatte. „Das sind wirklich sehr traurige Bilder. Das ist die Gefahr, von der wir sprechen, die wir eingehen“, meinte die 30-Jährige abschließend.
Vorfall zieht Disqualifikationen nach sich
Auch sportlich hatte der Vorfall Konsequenzen: Neben Sellier wurde auch Santos-Griswold disqualifiziert, da beide unmittelbar vor dem Sturz geschoben hatten.
Beim erneuten Start des Viertelfinals gingen nur noch vier Läuferinnen ins Rennen. Die Italienerin Arianna Fontana schaffte es in die nächste Runde und zog später auch in den Endlauf ein. Dort konnte sie ihrer bisherigen Medaillensammlung allerdings keine weitere hinzufügen.
Im Finale feierten Kim Gilli und Choi Minjeong einen südkoreanischen Doppelsieg. Bronze ging an Corinne Stoddard (USA).
Für Gilli war es bereits die zweite Goldmedaille, die 21-Jährige hatte schon mit der Staffel über 3000 m triumphiert.