Dopingbefund beim Gastgeber der Olympischen Winterspiele: Die italienische Biathletin Rebecca Passler wurde positiv auf das Mittel Letrozol getestet, wie der nationale Verband am Montag bestätigte.
Doping! Italienische Biathletin vor Olympia suspendiert
Dopingfall unmittelbar vor Olympia
Die schockierende Nachricht kommt nur wenige Tage vor der Eröffnungsfeier. Diese wird bereits am Freitag in Mailand stattfinden, ehe Sonntag, am 8. Februar, mit der Mixed-Staffel das erste Biathlon-Event im Rahmen der Spiele auf dem Programm steht.
Letrozol ist ein Mittel, das den Östrogenspiegel senkt, der beispielsweise durch eine Anabolika-Einnahme erhöht sein könnte. Aus diesem Grund zählt Letrozol seit 2008 zu den verbotenen Substanzen.
Italienischer Verband greift durch
Passler droht nun eine lange Sperre. Letrozol ist außerdem eine Substanz, die in der Brustkrebstherapie eingesetzt wird. Es ist zu diesem Zeitpunkt nichts über eine möglicherweise schwerwiegende Erkrankung der Athletin bekannt.
Die Biathletin wurde vom Verband vorläufig suspendiert, wie Italiens Anti-Doping-Agentur NADO der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Die Biathlon-Integritätskommission bestätigte den Fall wenig später. Passler wurde von der NADO außerhalb der Wettkämpfe positiv getestet.
Olympia: Passler von der Liste entfernt
Der italienische Verband hat Passler von der Liste der Athletinnen entfernt, die für die olympischen Biathlon-Wettbewerbe berufen wurden. Passler galt insbesondere in der Staffel neben den Topstars Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi als gesetzt.
Passler war verheißungsvoll in ihre Karriere gestartet und hat bei Biathlon-Junioren-Weltmeisterschaften insgesamt acht Medaillen (darunter einmal Staffel-Gold) geholt. Im Weltcup tat sich die Südtirolerin allerdings anfangs ziemlich schwer.
Ihr bester Platz in der Gesamtwertung war bislang ein 39. Rang in der Saison 2022/23. Im laufenden Weltcup-Winter konnte sich Passler etwas steigern und belegt momentan den 33. Rang.