Der italienische Ski-Verband muss nach den Olympischen Winterspielen 2026 eine personelle Veränderung hinnehmen. Techniktrainer Mauro Pini hat nach den enttäuschenden Resultaten seiner Athleten mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt.
Olympia-Frust gipfelt in sofortigem Rücktritt!
Olympia-Frust: Trainer wirft hin
Für die italienischen Technik-Herren verliefen die Wettbewerbe im Slalom und Riesenslalom alles andere als zufriedenstellend. Lediglich zwei von acht Startern erreichten überhaupt in beiden Läufen das Ziel. Auch in der Team-Kombination blieb die erhoffte Medaille aus.
„Ich übernehme die Verantwortung“
„Ich übernehme die Verantwortung für die enttäuschenden Ergebnisse der italienischen Athleten in den technischen Disziplinen“, erklärte Pini laut der Pressemitteilung des italienischen Wintersportverbandes (FISI).
Er meinte weiter: „Nach reiflicher Überlegung und Angesichts des Verlusts des notwendigen gegenseitigen Vertrauensverhältnisses zu meinen Vorgesetzten halte ich es für richtig, einen Schritt zurückzutreten.“
Pini hatte das Amt erst im April letzten Jahres übernommen. Die sportliche Bilanz fiel jedoch mager aus. Einziger Lichtblick war ein Podestplatz von Alex Vinatzer im Weltcup-Riesenslalom von Beaver Creek.
Bei Olympia folgte schließlich der nächste Rückschlag. Giovanni Franzoni erreichte im Riesenslalom mit Rang 24 die beste und zugleich einzige Platzierung eines Italieners in dieser Disziplin. Im Slalom sorgte Tommaso Saccardi mit Platz zwölf für das beste Resultat.
Die übrigen Athleten um Vinatzer, Tobias Kastlunger, Luca de Aliprandini und Tommaso Sala konnten ihre Rennen hingegen nicht beenden und schieden vorzeitig aus.
Besonders bitter verlief die Team-Kombination: Nach Halbzeitführung verspielte Vinatzer mit einem durchwachsenen Slalomlauf sogar eine mögliche Goldmedaille — der sportliche Tiefpunkt eines aus italienischer Sicht enttäuschenden Olympia-Auftritts.