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Sie war eine Kino-Ikone - eine ihrer Nachkomminnen holte nun Olympia-Gold!

Großnichte einer Ikone holt Gold

Gina Lollobrigida war einst eine der berühmtesten Schauspielerinnen der Welt. Ihre Großnichte Francesca - die ihre berühmte Verwandte nie kennenlernen konnte - schreibt nun bei Olympia ein Märchen mit Drama-Faktor.
Gina Lollobrigida zählt zu den berühmtesten Filmdiven der Kinogeschichte
Gina Lollobrigida zählt zu den berühmtesten Filmdiven der Kinogeschichte
© IMAGO / Everett Collection
Gina Lollobrigida war einst eine der berühmtesten Schauspielerinnen der Welt. Ihre Großnichte Francesca - die ihre berühmte Verwandte nie kennenlernen konnte - schreibt nun bei Olympia ein Märchen mit Drama-Faktor.

Es ist ein Name, der nicht nur Cineasten nostalgisch macht - und es ist tatsächlich kein Zufall, dass er auf den olympischen Anzeigetafeln aufgetaucht ist.

Francesca Lollobrigida, Eisschnellläuferin aus dem Gastgeberland Italien, ist tatsächlich verwandt mit Leinwand-Legende Gina Lollobrigida. Und ins große Rampenlicht hat sich die Nachkommin der auch in Hollywood berühmten Ikone nun auch manövriert: An ihrem 35. Geburtstag hat sie Italien über 3000 Meter das erste Gold bei den Olympischen Winterspielen in Mailand beschert und früh eine der emotionalsten Geschichten für die Gastgeber geschrieben.

Gina Lollobrigidas Großnichte holt Olympia-Gold

Francesca Lollobrigida ist eine Großnichte von „La Lollobrigida“, die im Nachkriegs-Italien eine der berühmtesten Schauspielerinnen des Landes und ein internationales Sexsymbol war.

Die 2023 verstorbene Lollobrigida wurde durch Filme wie „Trapez“, „Der Glöckner von Notre Dame“ und „Salomon und die Königin Saba“ weltberühmt, spielte an der Seite von Idolen wie Burt Lancaster, Tony Curtis, Humphrey Bogart, Anthony Quinn, Rock Hudson und Sean Connery. Später tauchte sie in TV-Serien wie „Love Boat“ und „Falcon Crest“ auf und verdingte sich auch als Fotografin und wohltätige Aktivistin.

Die in Rom aufgewachsene Sportsoldatin Francesca Lollobrigida hatte nach eigenen Angaben nie die Gelegenheit, ihre berühmte Großtante kennenzulernen. In deren Fußstapfen trat sie in Mailand dennoch - auch dadurch, dass ihr Weg zu Gold von Drama begleitet war.

Francesca Lollobrigida schreibt Gold-Märchen

Die Olympia-Zweite von Peking - die ihre berühmte Großtante auch zu deren Lebzeiten nie kennengelernt hatte - wuchs am Samstag über 3000 m über sich hinaus und lief in persönlicher Bestzeit und olympischem Rekord von 3:54,28 Minuten zu Gold. Lollobrigida verwies Ragne Wiklund (Norwegen/3:56,54) und Valerie Maltais (Kanada/3:56,93) auf die Plätze.

Die emotionale Reaktion auf den Sieg - den sie mit Sohn Tommaso im Arm feierte - erklärt sich auch dadurch, dass Lollobrigidas Vorbereitung auf Olympia alles andere als rund lief, sie zwischenzeitlich sogar an Rücktritt gedacht hatte.

„Dieses Jahr hat mich eine Virusinfektion in den wichtigsten Monaten außer Gefecht gesetzt, mein Körper reagierte nicht, mein Kopf brach zusammen, der olympische Traum schien sich zu entfernen“, hatte Lollobrigida erst vor kurzem auf Instagram berichtet: „Ich hatte Angst, ich weinte, ich dachte ans Aufhören. Ich hatte vergessen, warum ich Schlittschuh laufe. Dann fiel mir etwas Einfaches, aber Wesentliches ein: Ich fahre Schlittschuh, weil ich das Schlittschuhlaufen liebe.“

Lollobrigida kämpfte sich zurück in die Spur - wie groß der Lohn dafür am Ende sein würde, konnte sie da noch nicht ahnen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)