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Schock vor Olympia: Kilde sagt ab – Saison-Aus des Ski-Stars

Ski-Star verzichtet auf Olympia

Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde beendet seine Comeback-Saison vorzeitig.
Die Olympischen Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina statt. Aber auch andere Orte in Italien werden zum Schauplatz der Wettkämpfe. Hier gibt's alle Austragungsorte im Überblick.
Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde beendet seine Comeback-Saison vorzeitig.

Der norwegische Alpin-Star Aleksander Aamodt Kilde wird nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen und beendet seine Saison vorzeitig.

Wie die norwegische Olympiamannschaft drei Tage vor der Eröffnungsfeier in Mailand mitteilte, habe der frühere Gesamtweltcupsieger diese „schwierige Entscheidung“ gemeinsam mit seinem Team nach dem Weltcuprennen am vergangenen Sonntag in Crans-Montana getroffen.

Kilde nach 684-Tage-Pause: Olympia kommt zu früh

„Ich habe alles Mögliche getan, um für die Olympischen Spiele bereit zu sein, aber mein Körper und mein Geist funktionieren nicht so, wie ich es bräuchte“, sagte Kilde (33), der erst Ende November nach einer schweren Verletzung - phasenweise saß er im Rollstuhl - nach 684 Tagen Wettkampfpause sein Weltcup-Comeback gegeben hatte.

Sein bestes Saisonergebnis gelang ihm in Beaver Creek am 4. Dezember mit Rang elf. Bei der Olympia-Generalprobe in der Schweiz war er nicht über Abfahrtsrang 42 hinausgekommen.

Horror-Zeit für Kilde: „Ich dachte, ich sterbe“

Bei einem schweren Sturz in Wengen im Januar kugelte sich die Schulter aus und erlitt er eine Schnittwunde am Unterschenkel und. Lediglich die Knochen seien hier ganz geblieben, berichtete er später dem kicker. „Alles andere war - bei einem Auto würde man Totalschaden sagen - zerrissen, zerfetzt. Also Sehnen, Muskeln, Nerven“, führte er aus.

Später erlitt er auch noch eine schwere Blutvergiftung, über die er sagte: „Noch nie hatte ich solche Schmerzen. Ich dachte, ich sterbe. Es gab Tage in all dieser langen Leidenszeit, da wollte ich mir am liebsten meinen Arm abreißen.“

„Stolz aufs Comeback, Schmerz über den Schritt zurück“

Mittlerweile hat er sich wieder zurückgekämpft, muss aber dennoch auf Olympia verzichten. Es sei „extrem schwer, diese Entscheidung zu treffen, nach all der Arbeit, die ich gemeinsam mit meiner Familie, meinem Ärzteteam, dem Nationalteam und vielen anderen geleistet habe. Gleichzeitig bin ich stolz darauf, dass ich mich zurückgekämpft und wieder im Weltcup starten konnte“, fügte Kilde hinzu.

Der Verlobte von Rekordweltcupsiegerin Mikaela Shiffrin (USA) will sich nun auf die Vorbereitung der nächsten Saison konzentrieren.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)