Der Viererbob-Wettkampf bei den Olympischen Spielen in Cortina d’Ampezzo ist vom schweren Sturz des Österreichers Jakob Mandlbauer überschattet worden.
Bedrückende Stille bei Olympia! Viererbob stürzt schwer
Schwerer Sturz von Viererbob
Der 27-Jährige kippte am Samstag im zweiten Lauf mit seinen Anschiebern Daniel Bertschler, Sebastian Mitterer und Daiyehan Nichols-Bardi auf die linke Seite und rutschte so fast die halbe Bahn hinab.
Ein Mitglied des Quartetts musste danach lange behandelt werden, das Rennen war für fast 20 Minuten unterbrochen. Es war der erste schwere Sturz im Eiskanal bei den Winterspielen in Norditalien - ein weiterer Bob aus Österreich hatte allerdings zuvor schon für einen Schreckmoment gesorgt.
Schwerer Sturz: Auch ZDF-Kommentator leidet mit
Während drei Mitglieder des Teams scheinbar unversehrt aus dem umgekippten Bob klettern konnten, mussten die Ärzte den vierten Athleten - es handelte sich wohl um Pilot Mandlbauer - im Kanal selbst behandeln. Rund um die Bahn breitete sich bei Zuschauern und Konkurrenten eine recht bedrückende Stille aus.
„Keine schöne Situation“, sagte ZDF-Kommentator Michael Kreutz: „Die Länge der Behandlung ist kein gutes Zeichen.“
Der offenbar verletzte Sportler wurde, eingepackt in Alufolien, mit einer Trage abtransportiert. Wie die Kronen-Zeitung berichtet, gab es einige Minuten danach leichte Entwarnung. So sei Mandlbauer bei Bewusstsein und klage über Nackenschmerzen. Im Krankenhaus sollen genauere Untersuchungen stattfinden.
Mandlbauer hatte nach dem ersten Lauf auf dem 21. Rang gelegen. Sein bestes Ergebnis im Weltcup war in dieser Saison ein elfter Platz im Januar in St. Moritz gewesen.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)