ARD-Moderatorin Lea Wagner hat über den bisher emotionalsten Moment ihrer Karriere am Mikrofon gesprochen – den Olympiasieg von Philipp Raimund. Der Triumph des deutschen Skispringers zu Beginn des Jahres hatte sie zu Tränen gerührt.
ARD-Moderatorin erklärt Tränen-Moment
ARD-Moderatorin erklärt Tränen-Moment
„Ich halte es für wichtig, dass man angemessen kritisch ist, wenn es bei einem Sportler nicht läuft. Ich finde aber auch, dass man im Umkehrschluss bei Erfolgen Freude transportieren darf“, sagte Wagner im Interview mit t-online.de.
Emotionen seien für sie „etwas Wertvolles und Wünschenswertes – bei Berichterstattern, Moderatoren und Kommentatoren. Die Zuschauer erwarten doch genau das. Sport sind Emotionen.“
ARD-Moderatorin: Skispringen emotionaler als Fußball
Raimund hatte sich bei den Spielen in Italien im Februar überraschend Gold auf der Normalschanze geholt.
„Ja, wir können es, glaube ich, selbst noch nicht so richtig fassen …“, sagte Wagner damals, ehe sie von ihrem Nebenmann Sven Hannawald unterbrochen wurde. Der ohnehin völlig euphorisierte TV-Experte hatte gerufen: „Tom, ich sehe Pippi in den Augen!“ Wagner gab daraufhin zu: „Ja, wir haben ein bisschen geweint.“
Im Rückblick sagt die 31-Jährige heute: „Es war so überraschend. Man konnte nicht damit rechnen. Außerdem ist Skispringen auch noch einmal etwas anderes als Fußball.“
Das Gros der Sportler verdiene auch bei Olympischen Spielen nur einen Bruchteil von dem Gehalt eines Fußballers, führte sie aus: „Ein Olympiasieg kann das Leben eines Sportlers verändern. Deshalb war Philipp Raimunds Erfolg für mich auch ein Stück weit emotionaler.“
Wagner holt sich Tipps von Sedlaczek
Im März hatte Wagner öffentlich gemacht, dass sie ihr erstes Kind erwarte. Bei der kommenden Fußball-WM will sie dennoch für die ARD vor der Kamera stehen. Hilfreich sei für sie in der Vorbereitung dabei auch, dass ihre Kollegin Esther Sedlaczek schon eine vergleichbare Situation erlebt hat.
„Während der Schwangerschaft brauche ich noch kaum Tipps, aber am Anfang habe ich mich zum Beispiel gefragt, wie lange man üblicherweise in unserer Branche gut weiterarbeiten kann. Da hilft es auf jeden Fall, mit anderen Frauen zu sprechen, die den gleichen Job haben, also wirklich aus eigener Erfahrung berichten können.“