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Preuß dreht nochmal alles auf links

Preuß dreht nochmal alles auf links

Für Franziska Preuß beginnen am Sonntag mit der Mixed-Staffel ihre letzten Olympischen Spiele. Vorab spricht sie über den Wettkampf und ihr angekündigtes Karriereende. Sportdirektor Felix Bitterling deutet an, dass man Preuß in Antholz besser alles zutraut.
Franziska Preuß gibt ihr Karriereende zu Saisonschluss bekannt. Die erfolgreichste aktive deutsche Biathletin darf auf große Siege in ihrer Karriere zurückschauen - mit einem besonderen Highlight.
Für Franziska Preuß beginnen am Sonntag mit der Mixed-Staffel ihre letzten Olympischen Spiele. Vorab spricht sie über den Wettkampf und ihr angekündigtes Karriereende. Sportdirektor Felix Bitterling deutet an, dass man Preuß in Antholz besser alles zutraut.

Franziska Preuß hat kurz vor ihrem ersten Olympia-Start in der Mixed-Staffel am Sonntag (ab 14.05 Uhr im LIVETICKER) über die Ende Januar verkündete Entscheidung gesprochen, ihre Karriere spätestens zum Saisonende zu beenden.

„Es hat gutgetan, es auszusprechen“, sagte sie in Antholz auf die Frage von SPORT1, ob ihr mit der Verkündung eine Last von den Schultern gefallen sei. Die Wettkämpfe in Antholz will sie nun „einfach genießen“. Dabei hätten ihr „auch die ganzen Karriererückblicke geholfen, um zu sehen, was ich alles schon erreicht habe“.

Auch Sportdirektor Felix Bitterling befand auf SPORT1-Nachfrage, dass Preuß‘ Rücktrittsverkündung wenig Einfluss auf sie habe: „Ich glaube, dass es für die Franzi jetzt keine große Änderung ist (dass nun alle von dem Karriereende wissen, Anm. d. Red.). Sie wusste, dass es ihre letzte Saison wird. Es ging und geht ein bisschen um den Zeitpunkt. Den wird sie so wählen, wie sie sich dann fühlt und das ist auch richtig so.“

Noch hat Preuß offengelassen, ob sie Gewehr und Skier direkt nach Olympia oder erst am Ende der Saison im März an den Nagel hängt.

Olympia 2026: Preuß hat „definitiv noch etwas vor“

Bitterling habe so oder so aber nicht den Eindruck, „dass sie jetzt schon im Kopf beim Karriereende ist.“ Tatsächlich gelte eher das Gegenteil: „Sie ist sehr akribisch die letzten Tage, sie dreht alles auf links, kontrolliert alles nochmal, justiert alles nochmal, um die bestmögliche Leistung zu bringen. Und sie hat definitiv hier noch etwas vor.“

Eine olympische Einzelmedaille fehlt der 31-Jährigen noch in ihrer Sammlung, die neben dem Gesamtweltcup-Sieg unter anderem schon Verfolgungs-Gold bei der WM 2025 in der Lenzerheide und Staffel-Bronze bei Olympia 2022 in Peking umfasst.

Mixed Staffel: Biathlon-Star will Erwartungen dämpfen

In der Mixed-Staffel am Sonntag ist Preuß als Schlussläuferin gesetzt. Sie folgt auf Justus Strelow, Philipp Nawrath und Vanessa Voigt. Große Erwartungen will Preuß allerdings nicht schüren.

„Ich glaube, keiner von uns fokussiert sich jetzt groß auf die Medaille, sondern eher, dass der eigene Einstand in diesen olympischen Wochen einfach stimmt. Man sammelt gleich wieder Erfahrungen für die Einzelrennen und ich glaube, das ist bei jedem mehr im Fokus“, sagte sie.

Ohnehin ginge es ihr auch darum, „mit einer gewissen Gelassenheit in die Rennen gehen, die Atmosphäre zu genießen, weil so häufig werde ich es nicht mehr erleben“.