Bittere Pille für Elvira Öberg! Wie das schwedische Biathlon-Team am Samstagnachmittag bekannt gegeben hat, steht die amtierende Weltmeisterin im Massenstart nicht im Aufgebot der Mixed-Staffel für das Rennen am Sonntag bei den Olympischen Winterspielen.
Olympia: "Schocknachricht" um Top-Biathletin
„Schocknachricht“ um Top-Biathletin
Öberg wurden ihre Schwester Hanna sowie Anna Magnusson vorgezogen. Beide Athletinnen stehen im Weltcup-Ranking vor der Sechstplatzierten - die allerdings auch mehrere Rennen ausgelassen hatte. Das Team komplettieren die beiden Männer Martin Ponsiluoma und Sebastian Samuelsson.
Biathlon-Trainer spricht von enger Entscheidung
Elvira Öberg - 2022 in Peking Teil der Gold-Staffel der Frauen entgeht damit eine Medaillenchance im einzigen Mixed-Wettbewerb bei Olympia, wo es anders als bei Weltmeisterschaften keine Single-Mixed-Staffel gibt.
Schon bei der WM in Lenzerheide im vergangenen Jahr hatte Elvira Öberg in der Mixed-Staffel gefehlt. Damals war sie nicht topfit wegen einer Erkältung. Diesmal ist ihr Fehlen trotz der Leistungsdichte im Team bemerkenswert, vor allem wegen ihrer Laufstärke und Leistungskurve: In Oberhof holte Elvira Öberg zwei Siege. Schwedens öffentlich-rechtlicher Rundfunksender SVT spricht auf seiner Homepage von einer „Schocknachricht“.
„Natürlich war es sehr eng zwischen allen Athleten. Ich denke, diese vier, die ich ausgewählt habe, haben eine sehr gute Form gezeigt. Leider können wir nur vier Läufer aufstellen, und jetzt haben wir diese vier ausgewählt“, begründete Schwedens deutscher Nationaltrainer Johannes Lukas seine Entscheidung: „Anna hat einen sehr guten Trend gezeigt und wir haben Hanna schon oft als Schlussläuferin gesehen. Sie hat viel Erfahrung.“
Dass der Verzicht auf eine Top-Biathletin wie Elvira Öberg ein Härtefall ist, ist Lukas bewusst. „Sie war natürlich enttäuscht“, berichtete der 32-Jährige: „Aber das sollte sie auch sein. Alle sind hier, um anzutreten.“
Expertin von Schweden-Aufgebot nicht überrascht
Die Biathlon-Expertin Mona Brorsson reagierte bei SVT auf die Nominierung: „Ich bin eigentlich nicht so überrascht. Anna war auf der Bahn echt stark. Aber klar, Elvira war auch im Gespräch, sie war nicht schlecht, aber Anna war einfach ein bisschen besser.“
Brorsson betonte, dass das schwedische Team das Potenzial hätte, um Gold mitzulaufen: „Aber es gibt eine unglaubliche Anzahl an Ländern, die gute Jungs und Mädels in ihren Reihen haben. Ich glaube, dass sechs Teams die Chance auf Gold haben.“
Bereits am Samstagmorgen gab das deutsche Team seine Aufstellung bekannt. Justus Strelow wird der Startläufer, auf ihn folgen Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß.