Beim vierten Platz der deutschen Staffel war Justus Strelow einer der Besten. Beim Massenstart darf der 29-Jährige aber nicht starten. Er wird als erster Reservestarter aufgeführt. Das hängt mit den besonderen Kriterien zusammen.
Olympia 2026: Deutscher Biathlet hat sich verzockt
Deutscher Biathlet hat sich verzockt
Beim letzten Olympia-Rennen der Biathleten sind alle Medaillengewinner aus den vorigen Einzelwettbewerben gesetzt. Zudem sind die Top 15 des aktuellen Gesamtweltcups mit dabei.
Massenstart ohne Strelow
Das Starterfeld der Top 30 wird anschließend aufgefüllt. Dazu werden die erzielten Punkte aus den olympischen Individualrennen (Einzel, Sprint, Verfolgung) addiert.
Bis Ruhpolding war Strelow noch unter den Top 15 im Gesamtweltcup zu finden und wäre entsprechend für den Massenstart qualifiziert gewesen. Den letzten Weltcup vor Olympia in Nove Mesto hatte Strelow dann ausgelassen, fiel in der Gesamtwertung aus den Top 15 – und verzockte sich damit.
Strelow verzockt sich
„Es war die Abwägung, ob man sich Stress macht, um dann dieses eine Rennen sicher zu haben. Auf der anderen Seite haben die Trainer auch gesagt, wenn ich bei Olympia normal meine Leistung abrufe, dann bin ich sowieso beim Massenstart dabei“, hatte Strelow im Vorfeld der Winterspiele SPORT1 erklärt. Doch die Rechnung ging bei Olympia in Antholz nicht auf.
Aus dem deutschen Team gehen Philipp Nawrath, Philipp Horn und David Zobel an den Start. Nawrath war ohnehin schon über den Gesamtweltcup gesetzt, wäre aber auch über die Punktewertung ins Feld gekommen. Horn legte mit dem zehnten Platz im Sprint den Grundstein für sein Massenstart-Ticket. Auch Zobel rückte über die Punktewertung ins Starterfeld.
Strelow, nur 23. im Sprint und 30. in der Verfolgung, ist indes zum Zuschauen verdammt.