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Olympia 2026: Deutschlands neuer Biathlon-Chef?

Deutschlands neuer Biathlon-Chef?

Wenn es um den Posten des nächsten deutschen Biathlon-Chefs geht, fällt auch der Name des schwedischen Trainers Johannes Lukas. Bei SPORT1 spricht der Münchner über eine mögliche Rückkehr in seine Heimat.
Nach insgesamt 16 Wettkampftagen enden die Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina. Unser Sport1-Reporter zieht ein Fazit.
Wenn es um den Posten des nächsten deutschen Biathlon-Chefs geht, fällt auch der Name des schwedischen Trainers Johannes Lukas. Bei SPORT1 spricht der Münchner über eine mögliche Rückkehr in seine Heimat.

Johannes Lukas übernahm 2019 im Alter von gerade einmal 25 Jahren das Amt des schwedischen Biathlon-Cheftrainers. Wenn es um die Nachfolge des nach dem Saisonende scheidenden deutschen Sportdirektors Felix Bitterling geht, fällt auch Lukas‘ Name.

Der gebürtige Münchner hat sich einen Namen gemacht, indem er hoffnungsvolle Talente in die Weltspitze führte. Bei SPORT1 sprach Lukas nach dem letzten olympischen Biathlon-Rennen in Antholz über Schwedens Ausbeute, den Abschied von Franziska Preuß und eine mögliche Rückkehr als Biathlon-Chef nach Deutschland.

SPORT1: Franziska Preuß hat das letzte Rennen ihrer Karriere bestritten, wie haben Sie ihren emotionalen Abschied erlebt?

Johannes Lukas: Franzi kenne ich schon ewig, wir sind gute Kumpels. Sie ist durch viele Täler gegangen, aber immer wieder auferstanden. Dieser Moment letztes Jahr (der Gewinn des Gesamtweltcups, d. Red.), das ist ein Moment für die Ewigkeit. Den werden wir alle – und ich meine alle in der Biathlonwelt – mit dieser Dramatik nie vergessen. Ich kann verstehen, dass sie aufhört. Irgendwann ist auch genug. Es ist schwer, auch diesen ganzen Verzicht auf sich zu nehmen und besonders diese Angst vor dem Krankwerden. Ich glaube, sie wird irgendwann in der Heimat mit einer verschnupften Nase aufwachen und denken: „So schlimm ist es gar nicht“. Ich wünsche ihr alles Gute.

Olympia: So fällt das Fazit des schwedischen Trainers aus

SPORT1: Wie fällt Ihr Olympia-Fazit aus schwedischer Sicht aus?

Lukas: Es waren schwierige Spiele für uns. Wir sind nicht so gestartet, wie wir uns das vorgestellt haben, aber im Endeffekt haben wir das Blatt gewendet. Wir haben Gold, Silber, Bronze gewonnen und das Ziel, eine Medaille bei Damen und Herren, erreicht. Da kann ich morgen beruhigt nach Hause fahren und sagen, wir haben einen guten Job gemacht.

SPORT1: Nach dem Staffel-Silber wurde Anna Magnusson gefragt, welche Bedeutung Sie für das Team haben. Sie hat geantwortet, dass Sie ihr die Freude am Biathlon wiedergegeben hätten und dabei sogar Tränen der Rührung vergossen. Was bedeutet Ihnen das?

Lukas: Das ist natürlich wunderbar. Sie ist eine der letzten Athletinnen, die seitdem ich hier bin, dabei ist. Sie war kurz davor, aufzuhören. Wir haben sie gerade überredet, nochmal weiterzumachen. Das ist ein fantastisches Team, wie meine zweite Familie.

Biathlon: Lukas als neuer Chef der Deutschen?

SPORT1: Trotzdem steht Ihre Vertragsverlängerung aus. Wie steht es um Ihre persönliche Situation?

Lukas: Ich fahre jetzt erstmal heim und werde dann gemeinsam mit meiner Frau entscheiden, wo die Reise hingeht. Wir werden uns zusammenhocken, reflektieren, die Medaillen anschauen - alles andere wird sich dann zeigen.

SPORT1: In Deutschland wird ja ein Platz frei …

Lukas: Wie gesagt, wir werden sehen, wo die Reise hingeht.