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Olympische Spiele: Bitteres Viertelfinal-Aus! DEB will "alles genau anschauen"

DEB will „alles genau anschauen“

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) geht nach dem Viertelfinal-Aus der Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspiele in die Analyse. Ein Thema ist die Eiszeitverteilung.
Der Medaillentraum von Leon Draisaitl und Co. ist geplatzt, die nominell stärkste deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Geschichte im olympischen Viertelfinale an der Slowakei klar mit 2:6 gescheitert.
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) geht nach dem Viertelfinal-Aus der Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspiele in die Analyse. Ein Thema ist die Eiszeitverteilung.

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) will das Viertelfinal-Aus bei den Olympischen Winterspielen in Mailand in einer umfangreichen Analyse aufarbeiten und wird sich dabei auch mit taktischen Entscheidungen von Bundestrainer Harold Kreis befassen.

„Wir werden alles genau anschauen“, sagte Sportdirektor Christian Künast nach dem 2:6 gegen die Slowakei: „Wir wollten natürlich mehr und wir hätten uns gefreut, wenn es weitergegangen wäre.“

Ein Thema dürfte die Eiszeitverteilung während der fünf Spiele in Mailand werden. Gerade die Offensivstars aus der NHL wie Kapitän Leon Draisaitl, Tim Stützle und John-Jason Peterka trugen eine Hauptlast.

Olympische Spiele: Zu viel Aufmerksamkeit für die Stars?

Man habe durch die Reihenzusammenstellung auf dem Eis den Eindruck gewinnen können, dass der Fokus auf den Top-Stars gelegen habe.

Die besten Spieler müssten zwar die meiste Eiszeit erhalten, „und das wurde versucht. Dass es am Ende vielleicht doch die ein oder andere Sekunde zu viel war, das kann man schon diskutieren, absolut“, sagte Künast.

Kreis akzeptierte die Kritik. „Die Frage ist vielleicht berechtigt, ob ich sie zu viel eingesetzt habe“, sagte Kreis: „Aber dass alle die gleiche Eiszeit bekommen, das wird es nicht geben.“ Künast versicherte, dass das Team dennoch eine Gruppe gebildet habe, „die zusammen an einem Strang gezogen hat“.

Als Verband habe man das Ziel, mit den Männer- sowie dem Frauenteam ins Viertelfinale zu kommen, erreicht. Man dürfe aber auch nicht sagen, „dass wir alles richtig gemacht haben“, sagte Künast.