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Olympia 2026: Eiskalt! Draisaitl kontert spottenden Gegner

Draisaitl kontert spottenden Gegner

Leon Draisaitl zeigt sich von dem Spott eines Gegenspielers gänzlich unbeeindruckt - außerdem verrät er, was er von der Debatte um das beste deutsche Team der Geschichte hält.
Im Olympia-Duell zwischen Deutschland und den USA beginnt Matthew Tkachuk einen Trash-Talk mit DEB-Star Leon Draisaitl. Der Hintergrund sind die beiden verlorenen Stanley-Cup-Finals des Deutschen.
Leon Draisaitl zeigt sich von dem Spott eines Gegenspielers gänzlich unbeeindruckt - außerdem verrät er, was er von der Debatte um das beste deutsche Team der Geschichte hält.

Leon Draisaitl hat auf die spöttischen Aussagen eines Gegenspielers bei den Olympischen Spielen reagiert - und diese lässig beiseite gewischt.

Zur Erinnerung: Der US-Stürmer Matthew Tkachuk hatte sich beim 5:1 seines Teams gegen Deutschland in der Vorrunde über Draisaitl lustig gemacht. „Das ist sein Spiel. Das kann er seiner Meinung nach ja ganz gut“, befand der deutsche Superstar.

Im Interview mit Eurosport meinte er weiter: „Bei mir kommt das jetzt nicht so an, aber es gehört dazu. In den Medien wird das immer ein bisschen größer dargestellt, als es tatsächlich ist. Es interessiert mich nicht wirklich.“

Draisaitl über Tiefschläge und Deutschland-Fans

Draisaitl gab sich also gänzlich unbeeindruckt, er kennt den für Verbalattacken bekannten Tkachuk schließlich schon länger aus der NHL. Mit den Edmonton Oilers hatte er zuletzt zweimal im Finale um den Stanley Cup gegen dessen Team, die Florida Panthers, verloren.

Zwei Tiefschläge, die ihn allerdings durchaus prägten, wie er unumwunden zugab: „Die zwei Finalniederlagen im Stanley Cup schmerzen natürlich enorm. Es ist schon anstrengend, sich für die neue Saison wieder aufzupäppeln und wieder anzugreifen.“

Viel wichtiger seien aber die kleinen Sachen: „Du lernst in diesem Sport jeden Tag neue Dinge über dich selbst, über die Mannschaft, über deinen Linksaußen, über deinen Rechtsaußen.“

Auch gerade bei Olympia macht Draisaitl zahlreiche neue Erfahrungen: "Für mich ist es etwas sehr Besonderes, die deutschen Fans in den Stadien zu sehen, das ist so viel anders als in der NHL. Die Begeisterung der deutschen Fans zu sehen, wie sie jubeln - das ist überragend und macht unfassbar viel Spaß."

„Man muss die Bremse reinhauen“

Dass er dabei als NHL-Superstar besonders im Mittelpunkt steht, sieht der 30-Jährige als Herausforderung und Privileg zugleich: „Es gibt Momente, in denen mir die Emotionen zu viel werden. Aber ich bin mir dieser Verantwortung bewusst und es bedeutet mir auch sehr viel. Es freut mich, wenn die Kids zu mir aufschauen, ich nehme die Anerkennung mit viel Stolz auf.“

Im Vorfeld des Turniers war oft davon die Rede gewesen, dass mit der Nominierung von sieben NHL-Stars um Draisaitl das vielleicht beste Team der deutschen Eishockey-Geschichte zusammen gestellt wurde.

Doch Draisaitl meint: „Man muss da ein bisschen die Bremse reinhauen. Natürlich haben wir talentierte Spieler dabei, die in der NHL ihr Ding machen. Wenn du die beste Nationalmannschaft sein willst, geht das nur als Mannschaft.“

Einzelspieler könnten „vielleicht am Ende“ den Unterschied ausmachen. Deutschland trifft in den Playoffs ums Viertelfinale heute auf Frankreich (12.10 Uhr). Laut Draisaitl geht die entscheidende Phase des Turniers erst jetzt so richtig los - und er hat eine große Hoffnung.

„Ich würde mir wünschen, dass das ganze Land hinter uns steht, wenn jetzt die wirklich wichtigen Spiele anfangen. Da kann man ganz schnell als komplette Nation zusammenkommen. Man merkt das bei der Fußball-WM und den großen Turnieren. Es wäre cool, wenn wir das auch hinbekommen.“